Der Mönch- oder Quäker-Sittich kommt in Südamerika ziemlich häufig vor, vereinigt sich oft zu großen Flügen und wird dann den Plantagen durch seine Verwüstungen äußerst schädlich. Er ist der einzige Sittich der ein freistehendes Nest baut. Dasselbe wird meist gemeinschaftlich angelegt und bezogen, besteht aus Reisern &c. und hat eine kugelige Form; das Einschlupfloch wird seitlich angebracht. Das Gelege besteht aus 3—4 weißlichen Eiern. Der Mönchsittich brütet auch in der Gefangenschaft und ist ziemlich hart und ausdauernd. Futter wie der Alexandersittich.

Kopf, Vorderhals und Brust sind perlgrau, jede Feder mit etwas dunklerem Endsaum, Oberseite grasgrün, Mantel dunkel grün-bräunlich. Unterbauch, Schenkel und untere Schwanzdeckfedern gelblich-grün, Schnabel hellgrau und Füße bräunlich-grau.

Der [Goldstirn-] oder Halbmond-Sittich (Psittacus aureus) einer der gemeinsten Sittiche Südamerika's. Anmuthiger und sanfter Vogel, der einzeln im Käfig gehalten sehr zahm und zutraulich wird; auch wohl einige Worte sprechen lernt. Er fällt weniger wie der Vorige durch Schreien lästig, obschon er wie alle Papageien von seiner Stimme zuweilen unangenehmen Gebrauch macht.

Seit zwei Jahren besitzen wir ein Paar Goldstirnsittiche, die in einer großen Voliere mit genügend Nistgelegenheiten untergebracht sind, ohne daß sie bis jetzt Anstalt zu einer Brut gemacht haben. Dagegen haben sie sich als äußerst widerstandsfähig erwiesen, da sie den verflossenen strengen Winter in ungeheiztem Raum zubringen mußten, ohne irgend Schaden zu nehmen. Futter wie der Alexandersittich.

Der [Goldstirnsittich] hat an Stirn [und] Vorderkopf eine halbmondförmige orangegelbe Zeichnung und ein gleichfarbiger Ring zieht sich um's Auge; der Oberkopf ist blau-grün, die Oberseite des Körpers dunkel grasgrün, Wangen und Hals bis herunter zur Brust bläulich-gelb, Brust und Bauch licht orangegelb. Schnabel schwarz und Füße schwärzlich-grau. Das Weibchen ist wenig kleiner und die Kopfzeichnung matter, sonst ist es schwer vom Männchen zu unterscheiden.

Der Nanday-Sittich (Psittacus nanday) in Paraguay heimisch. Dieser Sittich wird sehr zahm und besonders gegen seines Gleichen äußerst zärtlich und verträglich. Ihr Benehmen ist ein drolliges, da sie immerfort in Bewegung sind; knixend, hüpfend, die Federn sträubend tanzen sie auf der Sitzstange ihres Käfigs umher und wenn sie auch schreien, so ist ihr Geschrei doch nicht so durchdringend wie bei manchen andern Sittichen. Er hat die Größe des Goldstirnsittich, erscheint aber etwas schlanker. Futter wie der Vorige.

Stirn, Oberkopf und Wangen schwarz, nach dem Hinterkopf zu dunkelbraun, Oberseite grasgrün, am Bürzel gelblicher, Kehle und Oberkopf bläulich-grün, Bauch und Hintertheil gelb-grün, Schenkel [scharlachroth], Flügel dunkelgrün, Schwingen indigoblau ebenso die Schwanzfedern; Schnabel schwärzlich-grau und Füße bräunlich-grau.

Der Jenday-Sittich (Psittacus jendaya) ist in Südamerika vornehmlich in Brasilien zu Hause. Einer der angenehmsten Sittiche die auch besonders durch ihre Farbenpracht sehr geschätzt sind. Er läßt sich leicht zähmen und ist dann einer der zutraulichsten Käfigvögel. Futter wie der Alexandersittich.

Kopf, Hals und Brust sind orangegelb, an den Seiten, der Bauch und Hintertheil hyazintroth, ein ebenso gefärbter Fleck befindet sich an den unterseitigen Flügeldecken; der Rücken, die Flügel und der Schwanz sind schön gelblich-grün. Schnabel schwarz, Füße grau. Die Färbung ist je nach Alter ziemlichem Wechsel unterworfen.

Der Rosella- oder Buntsittich (Psittacus eximus) ein australischer Vogel und wohl der farbenprächtigste Sittich überhaupt. In seinen Eigenschaften unterscheidet er sich nicht wesentlich von seinen Verwandten; obschon im allgemeinen ein zugänglicher Vogel, der wenn auch nicht anhaltend, so doch zuweilen sein unangenehmes Geschrei ertönen läßt und gegen andere Sittiche wenig verträglich erscheint, wird er doch bei pfleglicher Behandlung sehr zahm, lernt aber selten einige Worte sprechen. Auch der Rosella-Sittich nistet in der Gefangenschaft mit Erfolg. Futter wie bei den Vorigen.