Man unterscheidet noch den rosenrothköpfigen Edelsittich (Psittacus rosiceps), bei welchem der Kopf mehr fahl rosa-roth ist und das grüne Nackenband fehlt.
Der [Keilschwanz-] oder Kaktussittich (Psittacus cactorum) in der Größe dem Vorigen gleichkommend, stammt aus Brasilien, wo er sich besonders in den mit hohem Kaktus bestandenen Gegenden in großen Flügen aufhält und an den saftigen Früchten der Kakteen und den Beeren niedriger Sträucher gütlich thut. Auch dieser Sittich wird bei guter Behandlung zahm und zutraulich und lernt manchmal einige Worte sprechen.
Stirn und Oberkopf bräunlich, Zügel, Wangen und Ohrgegend [lebhaft] grün, Kehle, Halsseiten wie der obere Bauchtheil olivengrünlich ins braune überspielend; Unterbrust und Bauch hochgelb, alles übrige Gefieder grün und der Schnabel weißlich horngrau. Futter wie beim Alexandersittich.
Der Nymphensittich (Psittacus Novae-Hollandaise) einer der anmuthigsten und trotz seiner einfachen Färbung einer der schönsten Sittiche. Im Innern Australiens vorkommend, vereinigen sich zu großen Schaaren an den Tränkplätzen, laufen emsig nach Nahrung suchend auf dem Boden umher, fliegen aufgescheucht durch das geringste Geräusch auf die nächsten hochstehenden Bäume, um bald wieder nach eingetretener Ruhe dem Futtersuchen nachzugehen. In seiner Heimath nistet er immer in der Nähe von Gewässer und läßt während des Fluges sein durchdringendes Geschrei ertönen. Die Nistzeit beginnt dorten in den Monaten Februar und März; sie brüten, [und] zwar im Gegensatz zu anderen Sittichen das Gelege, gewöhnlich in 4—6 Eier bestehend, gemeinschaftlich aus, wie auch die Aufzucht seitens der Alten getheilt wird. Doch fällt dem Männchen hier der Hauptantheil zu.
In der Gefangenschaft beginnen sie oft bereits im September zur Brut zu schreiten und meist ist diese erfolgreich. Der Nymphensittich wird bei pfleglicher Behandlung zahm und zutraulich und ist sonst ein ruhiger Vogel, der oft stundenlang auf einer Stelle hockt; geräth er dann in Bewegung, so klettert er behend von seiner Stange herunter [und] trippelt mit hocherhobenem Kopf, angenehm pfeifende Töne von sich gebend, in seinem Käfig umher.
Kenntlich durch den auffallend hohen, spitzen Federbusch ist dieser wie das Gesicht schwefelgelb, letzteres mit rothem, an dem äußeren Rande schwachverlaufendem Backenfleck geziert, die dem Gesicht etwas keckes doch anmuthiges verleiht. Augen schwarz mit hellgrauem Augenring. Schnabel schwarz-grau und Füße grau-röthlich. Das übrige Gefieder ist hell aschgrau mit breiter, weißer Flügelbinde, Schwingen dunkler schwärzlich-grau. Das Weibchen ist fast gleich gefärbt, doch ist die Haube mehr gelblich-grau, auch das Gesicht und der Wangenfleck erscheinen schmutziger. Größe die einer kleinen Taube. Futter wie der Alexandersittich.
Der [Blumenau-] oder Grassittich (Psittacus tirica) ein einfarbiger, grüner, aber äußerst munterer und lebhafter Sittich mit schriller, gellender Stimme, der sich über ganz Brasilien oft in erheblich großen Schaaren verbreitet.
Im Käfig oder in der Vogelstube zeichnet er sich durch seine Zerstörungswuth aus; mit Beharrlichkeit benagt er alles erreichbare Holz, ja selbst in unserer Vogelstube den Mörtel bis auf die Steine. Sie gewöhnen sich leicht an den Pfleger und werden leidlich zahm.
Sein Gefieder ist einfarbig grasgrün, auf dem Rücken dunkler und der Unterseite heller gefärbt und nur in den Flügeln zeigt sich wenig blau. Das Weibchen ist etwas düsterer gefärbt. Schnabel hell röthlich, Wachshaut weiß-grau, Augen braun, Füße schmutzig fleischfarben.
Der Mönchsittich. (Psittacus monachus.) Ein einfach gefärbter Sittich, bekannt als arger Schreier. Trotzdem er im allgemeinen nicht besonders liebenswürdig ist, werden doch einzelne Exemplare sehr zutraulich [und] zahm.