Alle Hoffnung hatte dieser Brief vernichtet, grausam vernichtet.
Langsam krochen die Tage dahin. Draußen im Hofe, in den Ställen oder in der Scheune war es noch erträglich. Aber im leeren Hause packte mich immer das Grauen.
Ich fühlte den Kummer der Mutter. Ich merkte den verbissenen Groll des Vaters.
Den ganzen Tag kamen dieselben traurigen Gedanken. Und abends fühlte ich mich noch verlassener.
Dann suchte ich mir Arbeit, eine geräuschvolle Beschäftigung, womit ich die beklemmende Einsamkeit verscheuchen konnte.
Ich brachte einzelne Teile des Windmotors in die Stube, studierte deren Arbeitsweise, nahm die Stücke auseinander, setzte sie wieder zusammen, hämmerte, schraubte, ölte. Und ich ließ die Reguliervorrichtung der Windscheibe funktionieren.
Am Samstag Abend hielt ich es im Hause nicht mehr aus. Da ging ich hinunter ins Wirtshaus. Dort saßen die Amerikaner und sangen traurige Abschiedslieder.
Mir war die Heimat zum Ekel geworden. Sie erdrückte mich. Und ich beneidete meine Kameraden, die bald in fernem Lande eine neue Heimat finden sollten.
Ich blieb lange bei den Amerikanern.
Spät kam ich nach Hause.