Ich war verstimmt. Und ich blieb dabei, daß dieser Mann mich bei den Berelsleuten hereingelegt hatte.

Einer hatte mich dort aus dem Sattel geworfen. Das war klar. Sonst hätte der Berelsvater nicht so plötzlich abgebrochen. Wer konnte es gewesen sein? Jedenfalls einer, der Nutzen daran hatte. Das konnte nur der Hallesch sein. Darum wollte ich nichts von dieser Heiratsgeschichte wissen....

Der Oheim suchte mich zu beruhigen.

„Dajé, bis de Mötteg beim „Wintersdorf“, daß ewell élef Auer. Ech hun nach eppes Geschäften.“

Er reichte mir die Hand. „Bis éng Auer, da schwetze mer weider.“

„Eddi!“

Langsam ging ich die Neutorstraße hinauf.

Handelsleute kamen in eiligem, geschäftigem Schritte vorbei. Ich achtete nicht auf sie.

Wie doch die Zeiten ändern! Vor einem Monate erst war ich hier mit Berta gegangen. Nichts in der Welt würde uns trennen. So hatten wir uns damals versprochen. Und schon heute kommt eine andere und will Berta verdrängen, will sie ausschalten, will sich an ihre Stelle setzen. Ich stieß den Stock fest, unwillig auf das Pflaster. Nein, das darf nicht sein. Ich kann Berta nicht lassen, kann nicht. Und wenn ich auch ein ganzes Jahr warten müßte.

Endlich jemand, mit dem ich mich aussprechen konnte.