Er vollendete den Satz nicht. Und er fuchtelte zerstreut mit dem Stock weiter, als wollte er den halbausgesprochenen Gedanken abhauen.
„Jo, awer?“ fragte ich erregt.
„.... awer d’aß neischt ze mâchen. Mei Schwéerpapp aß ganz dergént. Dém aß neischt auszechwätzen.“
Fröstelnd lief es mir über den Rücken. Ich fühlte mich bedrückt, beklommen. Und eine plötzliche Erregung, die vom Herzen, von der Brust ausging, trieb mir den Schweiß auf die Stirne.
„Neischt?“ Eine unendliche Trauer lag in meiner Frage.
Holmer schüttelte wieder den Kopf. „Nê, Frönd, neischt!“ Und er erzählte mir, wie sich der Schwiegervater in der letzten Zeit geändert hatte. Sonst hätte er nie ein Glas zu viel getrunken. Aber seit dem letzten Markttage wäre er schon öfters betrunken und schlechter Laune nach Hause gekommen. Dann hätte er in einem fort wegen dieser Freierei geschimpft. Und über alle wäre er hergefallen, und Berta hätte es kaum im Hause aushalten können. Meistens wäre sie fortgeschlichen und hätte sich dann heimlich ausgeweint.
„Dât âremt Kand!“ Mir war das Herz wie zugeschnürt.
Eine Weile gingen wir schweigsam neben einander.
„Soll vleicht ê mech ugeschwärtzt hun?“
Holmer runzelte die Stirne: „D’aß méglech!“