Eine Weile saßen wir still da.

Ich spürte in mir den Groll sich häufen. Der wuchs, drückte auf mich, schnürte mir die Brust zu. Das alles mußte heraus, mußte gesagt sein, mußte sich Luft machen.

„Dir hât mir net alles gesot. An d’Berta aß ganz froû mat mir. An dé verfluchte Wandjang soll et net onglécklech mâchen!....“

Ich sprach erregt, in hastigen Worten. Und ich hämmerte dabei mit dem Bierfilz auf den Tisch.

Der Oheim sammelte die Reste, schob sie in die Ecke, legte mir sanft die Hand auf den Arm und fragte mit dünner, ruhiger Stimme: „Hâs du den Édem haut begént?“

Ich erzählte weiter.

Er ließ mich ruhig ausreden. Gleichgültig zog er an der Pfeife. Wenn er antwortete, sprach er langsam, mit schleppender, kaum verständlicher Stimme. Er zeigte gar kein Verständnis für meine Aufregung.

Das ärgerte mich. Das Blut stieg mir immer mehr zu Kopfe. Die Schläfen hämmerten.

Ich wurde verbissener, trotziger: „Ech hun dem Édem versprach, dem Berta trei ze bleiwen. An duôrfir wöll ech neischt vun der âner Geschicht wössen! Verstit der, Mononk .... Duôrfir!....“

Er drehte ein paar Mal verlegen an seinem Glase: „Prost, komm loße mer Mötteg mâchen!“ Wir tranken aus und gingen hinüber in den Speisesaal.