„Gelt, d’aß eppes Guddes?“ Ihre Stimme klang sicherer, heller, lebenslustiger.
Erst jetzt musterte ich die Joffer Ketty genauer. Sie war wirklich schön, groß, schlank und nett gekleidet. Um den Hals trug sie ein goldenes Kettchen mit einem kleinen Medaillon. Ganz wie die andern.
Das Gespräch ging weiter. Sie erzählte von ihren Erfahrungen. Und sie blieb immer die ruhige, ungekünstelte, gleiche Freundlichkeit.
Ich griff bisweilen mit einer Frage ein, weil ich freundlich bleiben wollte.
Der Oheim bestellte noch eine Lanter Grächen. „Dé mecht wârem,“ bemerkte er schmunzelnd, als er mir eingoß.
Die Joffer Ketty hielt die Hand über ihr Glas und wollte abwehren.
„Jé, jé,“ bat der Oheim, schob ihre Hand bei Seite und füllte das Glas. „Wein brecht d’Eis, Joffer.“
Sie schmunzelte. Ihre blauen Augen durchsonnten sich.
Wir tranken.