„Du geseîs gut aus,“ tröstete meine Frau. Berta lächelte wieder das kranke Lächeln.

Ich sah das blühende Rot ihrer Wangen.

Kirchhofsrosen....

Wir setzten uns auf die Bank am großen Mühlenweiher.

Die Wellen spiegelten das welke Gesicht noch durchsichtiger, verfallener. Frühling und Sommer waren daraus verschwunden. In ihren Augen lag der trübe Schein des freudlosen Winters.

Eine Weile saßen wir stille.

„Ech sin froû, daß dîr zwê esoû glèckléch set.“ Sie hatte ihren Arm in den meiner Frau geschlungen und drückte ihr leidenschaftlich die Hand, als wollte sie damit ihre tiefe Freundschaft bezeugen.

Meine Frau hatte ein paar Blumen gepflückt und reichte ihr das Sträußchen hin.

Nachdenklich nahm sie eine Blume nach der andern, legte sie gleichmäßig zusammen, blickte wehmütig auf dieselben und riß zerstreut einige Blüten ab.