Am nächsten Tage war der Vater neugieriger als am Abend. Wenn wir allein waren, ohne die Knechte, brachte er sofort das Gespräch auf den Verlauf der gestrigen Reise.

Er verstand es, mit kurzen Fragen so manches aus mir herauszuholen.

Die Mutter ließ mich während des Tages ziemlich in Ruhe.

Abends, wenn die andern bereits schlafen waren, war ihre Zeit. Dann besprachen wir so mancherlei.

Die Mutter war stets goldiger Laune. Wenn auch der Tag Aerger gebracht hatte, so ließ sie sich diese Plauderstunde doch nicht verderben.

„A wât werd Wônesch Henriette e Gesîcht mâchen, wann dât eppes heivun héert!“

Ihre Augen strahlten. Es war ihr ein wirklicher Genuß, dieses Mädchen gründlich abblitzen zu können.

„Dât dommt hoûfrigt Dèngen!“ Sie machte eine kleine Pause. „Dât dommt Steck mat dem decken Tuppi.“ Das sagte sie langsam, gezogen. Denn sie war ganz von der Wichtigkeit ihrer Worte überzeugt.

„Hât dèn Èfalt sèch jo net an de Kapp gesât, hat mîsst dèch kréen.“

Die Mutter redete sich nach und nach in einen förmlichen Eifer hinein. „Mä, mat mèngem Wöll wär et nie hei erân kom.“