Ich wollte nicht so durchs Leben gehen wie der Oheim. Nicht als Junggeselle.
Vor zwei Jahren, Ende November, einige Wochen nach unserer Kirmes, schrieb der Oheim, er hätte das Richtige gefunden. Ein tüchtiges Mädchen aus einem guten Bauernhause an der Syr. Vermögen wäre auch genug da. Nur zwei Kinder. Das Mädchen hätte erst 24 Jahre, die andere wäre seit einem Jahr ins Haus verheiratet. Am folgenden Sonntag würde ich die Joffer Berta Berels kennen lernen.
Natürlich war ich ganz einverstanden.
Wir wurden freundlich empfangen.
Das Mädchen gefiel mir auf den ersten Blick. Es war kein gewöhnliches Landmädchen. Geweckt, offen, mit großen, treuen, schwarzen Augen. So war auch die Mutter.
Die Berelsleute schienen eher für zwanzig gekocht zu haben als für fünf.
Der alte Berelsvater schnitt vor, aß tüchtig, sah selten vom Teller auf und sprach wenig. Das besorgten hauptsächlich der Oheim und die Berelsfrau.
Es war ein Essen ohne Ende. Vier Gänge hatten wir schon hinter uns. Da brachte Berta den Quetscheflûot. Ich atmete erleichtert auf. Auch der Oheim reckte sich im Stuhle.
„Nu, Joffer Berta,“ seine Stimme hatte einen vollen, breiten Klang, „nun hâlt emol èng Kéer opp mat dem Erânbrèngen! Kommt, setzt êch emol bei eìs.“