„Des Glaubens Stärke ist die Hoffnung! Des Glaubens Krone ist die Liebe! Und keine Seele, die liebet, verzweifelt an göttlicher Liebe! Amen....“

Der Chor stimmte ein Adventslied an....

Es liegt eine unendliche Sehnsucht in den Adventsliedern, eine Sehnsucht nach einem fernen Glück....

Dieser Sehnsucht gingen meine Gedanken nach.... Sie suchten nach freudiger Erfüllung. Aber sie fanden keinen Weg.

Die Kerzen brannten, schimmerten. Der Weihrauch stieg empor, erfüllte die Kirche mit weihevollem Duft. Ein Sonnenstrahl drang durch die hohen Fenster und malte rote, grüne und blaue Flecken an die Wand....

Meine Gedanken hingen sich an dieses Durcheinander, flogen hinaus durch die bunten Fenster und suchten nach Licht und Wärme....

Eine quälende Sehnsucht trieb mich immer wieder zu der, auf die ich meine Zukunft aufgebaut hatte.

„Dem Job gab der Herr alles wieder. All seine Kamele und Esel und Rinder gab er ihm wieder. In doppelter Zahl schenkte ihm der Herr alles, weil Job geglaubt und gehofft hatte.“ So hatte der Pfarrer gepredigt.

Warum sollte ich nicht hoffen? Warum?