Sisi stand dicht neben mir und schaute mich groß an. Sie ließ mich aussprechen.
Noch nie war sie mir so tüchtig vorgekommen, wie an diesem Abend.
Sie schien gefaßt, sehr ruhig. Nur ihr Atem ging schwerer und stärker als sonst.
„Nê, Jämp, kên âneren! A wann ech och eng âl Joffer mîßt gin. An t’brauch kên mir en âneren ze bréngen. Meî Papp net, a kê Mensch!“
Das Weinen war ihr nahe. Müde lehnte sie sich an den eisernen Träger. Ein tiefer Seufzer straffte die flanellene Bluse.
„Sisi, sef dach verstäneg! Dû muß dach âgesinn, dat et net ka sinn!“
Sie schwieg und schaute mich groß, sehnsüchtig an.
Dann griff sie an den Hals und zog unter der Wolljacke ein dünnes Kettchen hervor: „Kennst et nach?“
Am Kettchen hing das silberne Herzchen.
„Zönter dêr Zeit hun ech et nach ömmer gedrô’en.“