In ihren Augen lag ein feuchter Glanz. Eine lange Pause folgte. Eine große, andächtige Stille. Wir atmeten tief in dieser wehen und doch so schönen Erinnerung...

Sisi lehnte den Kopf an meine Schulter, schloß halb die Augen und erzählte mit flüsternder, schluchzender Stimme, wie das Herzchen ihr stets ein Unterpfand unserer Liebe gewesen. Und wie treu und aufrichtig und ergeben sie mich liebte. Nur mich, mich allein. Und daß sie alles für mich täte, alles....

Ihre Stimme klang klagend, flehend. Die Aufregung machte ihr das Atmen schwer und hatte ihre jugendlichen Wangen rot gefärbt.

Ich ergriff ihre Hand. Sisi ließ es ruhig geschehen. Ich hielt die warme Mädchenhand in der meinen wie etwas Liebes, das man nur gezwungen fortgibt.

„Sisi, mer gin dach net bés ausenâner?“

Eine Träne leuchtete in den blauen Augen, perlte über die roten Wangen und fiel brennend auf meine Hand.

Ganz leise weinte sie vor sich hin — — — — — — — — — — — — — —

Aus der Küche kamen Tritte.

„Meng Mamm!“ Sisi fuhr erschrocken auf und hielt erregt den Atem an.

„Meng Mamm!“