Hastig fuhr sie mit der Schürze über das Gesicht, trocknete die Tränen, ergriff den Eimer und den Melkstuhl und setzte sich zu einer Kuh, das Gesicht nach der Wand gekehrt.

In schnellem Takte folgte das Zischen der Milchstriche. Bisweilen rasselte eine Kuh an der Kette. Sonst war es ruhig.

Die Tritte kamen näher....

Es war ihre Mutter.

Ich stand bei der kranken Kuh, strich ihr über den Rücken und besah den Fuß.

Die alte Frau trat freundlich zu mir und bedankte sich für das gute Mittel. Sie wolle sich auch mal erkenntlich weisen. „É Gefâlen aß enges ânere wèrt,“ sagte sie in treumütterlichem Tone.

Sisi sah nicht um, drückte den Kopf fest an die Flanke der Kuh und melkte weiter....

Wir gingen in die Küche. Die alte Frau gab mir die Arnikaflasche und begleitete mich hinaus bis auf die Haustüre.

Der Himmel stand voll funkelnder Sterne. Drüben im Walde klagte ein Käuzchen.