Peter wiederholte:
— Martha, wen von uns beiden wirst du wählen?
Sein hartnäckig auf sie gerichteter Blick mußte ihr mehr sagen als diese Frage, da sie plötzlich, alles verstehend, erblaßte und mit einem leichten Schrei von ihrem Sitze aufsprang. In ihrer Hand blitzte wieder das Stilett, mit dem sie Peter schon einmal gedroht hatte.
— Von euch niemanden! rief sie.
Peter trat ihr einen Schritt näher:
— Und dennoch mußt du wählen und ... und auswählen! sagte er mit Nachdruck.
Ihre Augen irrten in stummer Verzweiflung umher wie zitternde Vögel. Es schien mir, daß sie einen Augenblick, einen kurzen Augenblick, mit einem flehenden Ausdruck oder Zögern oder Sinnen auf mir ruhten. Aber nein, das mußte eine Täuschung sein, sicherlich schien es mir nur so, da sie im nächsten Moment die Hand mit dem Stilett erhob und hart sagte:
— Ich werde niemanden wählen, und ich bin neugierig, wer es von euch wagt, sich mir zu nähern! Ich will keinen von euch!
Und abermals schien es mir, daß die letzten Worte weicher von ihren Lippen kamen und ihre Augen meinem Blick begegneten, aber das war unzweifelhaft eine Täuschung. Ich war damals so erregt ... Mein Gott, ich will und muß glauben, daß es nur eine Täuschung war!
Als die Mutter aufgestanden war, setzte sich Tom auf die Erde und schaute interessiert der ganzen Szene zu.