Peter legte die Hand auf seinen Kopf. Martha bemerkte es.

— Fort! schrie sie ängstlich, fort! Komm’ ihm nicht zu nah’! Er ist mein!

Peter rührte sich nicht. Die Hand immer auf dem Kopf des Kleinen, starrte er Martha hartnäckig mit einem verächtlichen Lächeln an.

— Und was soll mit Tom werden? fragte er endlich.

Martha zögerte.

— Mit Tom? Was soll mit Tom werden? wiederholte sie fast verständnislos.

— Nun ja, wenn wir sterben und er allein bleibt ...

Diese Worte trafen sie wie ein Blitz. Sie riß die Augen weit auf, als wenn sie plötzlich vor einem Abgrunde stünde, den sie bisher nicht bemerkt hatte, seufzte tief und ließ sich auf einen Stuhl fallen, da sie anscheinend die Kräfte verließen.

— Ja, was wird mit Tom ... wiederholte sie flüsternd, mit ratloser Verzweiflung auf das Kind sehend.

Und Peter begann ihr auseinanderzusetzen und zu erklären, daß sie aus Liebe zu Tom einen von uns wählen müsse. Sie werde doch nicht ihren geliebten Sohn zu einem furchtbaren, einsamen Tod verurteilen und vor allem nicht zu einem noch furchtbareren Leben? Was soll nach unserem Tode aus ihm werden? Verlassen, verwildert, verzweifelt wird er auf diesen Bergen herumirren und am Strand dieses Meeres, der letzte Mensch, der einzige Mensch auf diesem Globus, nur an das eine, grauenhaft Unabwendbare denken: den Tod.