Ein anderes Mal wieder warf sich Peter, von einem Extrem ins andere fallend, zu ihren Füßen und schluchzte und flehte um Erbarmen.

Einmal war ich unbemerkt Zeuge einer solchen Szene. Ich kehrte gerade von einem Ausflug zu den ziemlich entfernten Petroleumquellen zurück und hörte, als ich mich dem Hause näherte, lautes Sprechen und dann Peters Weinen. Martha saß auf der Bank im Garten, den wir auf dem Hügel angelegt hatten, von wo sich ein herrlicher Blick auf das Meer und die Berge eröffnete. Zu ihren Füßen im Sande lag Peter. Die zusammengefalteten Hände stützte er auf ihre Knie und betete förmlich zu ihr, mit flehendem Blick und erstickter Stimme.

— Martha, schluchzte er, Martha, erbarme dich meiner! Siehst du nicht, was mit mir vorgeht! Das ist doch grauenhaft ... Ich liebe dich bis zur Raserei, verliere die Sinne, und du ... und du ... Ein krampfhaftes Weinen unterbrach seine Worte.

Martha zuckte nicht einmal.

— Willst du etwas von mir, Peter? frug sie nach einer Weile.

— Ich will deine Liebe!

— Du bist mein Mann ...

— Liebe mich!

— Gut. Ich liebe dich ...

Sie sagte das alles langsam, ruhig und mit einer so furchtbaren Gleichgültigkeit, daß sogar mich ein frostiges Gefühl durchlief.