„Ich nehme mir die Freiheit“ ... so hatten diese Lippen vor kurzem gesprochen.

Aber ihre Augen und ihr Lächeln sagten jetzt deutlich, daß sie diese Freiheit nicht als Flügel betrachtete, die zum Fluge bestimmt sind, sondern als einen Schleier, der das Recht der Ruhe bedeutet. Daß diese Freiheit für sie keine Dämmerung ist, die den Tag verkündet, vielmehr eine Dämmerung, die dem Ausruhen vorangeht.

In ihren Augen erglänzten Tränen, und durch diese Tränen starrte sie unaufhörlich in die Ferne, auf das von der Sonne vergoldete Mondmeer.

Das Herz schnürte sich mir in schmerzhaftem Krampf zusammen, denn ich begriff endlich, daß man sich von der Vergangenheit abwenden kann, aber daß es unmöglich ist, sie auszulöschen.

Peter indessen sagte trocken:

— Mir ist alles einerlei.

Und nach einer Weile fügte er hinzu:

— Was beabsichtigst du jetzt zu tun?

Martha zuckte zusammen:

— Nichts ... Noch ein wenig für Tom zu leben, für die Kinder. Und dann ...