— Für die Kinder, wiederholte Peter wie ein Echo.

Vom Strande kamen gerade die beiden Mädchen gesprungen, lachend, strahlend, die Schürzchen voll gesammelter Steine, Muscheln und Bernstein. Sie riefen laut nach Tom, der auf dem nahen Bache Mühlen baute.

Peter folgte ihnen langsam mit den Augen.

— Für die Kinder ... wiederholte er noch einmal und stützte den Kopf auf die Hände.

Ich erinnere mich an diesen Augenblick wie heute. Die Sonne berührte schon den Horizont, und die Welt begann sich aus dem Gold in Purpur zu färben. Ein leichter Wind trug uns vom Meer den scharfen Duft der Wasserpflanzen zu, und in das Rauschen der sich auf dem Sande zerschlagenden Flut mischten sich die hellen singenden Stimmen der Kinder.

Plötzlich stand Martha auf und wandte sich zu Peter.

— Peter, vergib, sagte sie in einem tiefen, warmen Ton, wie ich ihn schon lange nicht mehr bei ihr gehört hatte, vergib, ich war vielleicht ... ungerecht ... vergib, aber ich ... siehst du, ich konnte nicht, kann nicht ... Es tut mir leid, daß du durch mich ... ein solches Leben hattest ...

Sie streckte ihm die Hand entgegen.

Peter erhob sich ebenfalls. Er blickte auf Martha, dann auf ihre ausgestreckte Hand, dann wieder in ihr Antlitz und brach plötzlich in ein furchtbares, krampfhaftes Lachen aus.

— Ha! ha! ha! Das ist vortrefflich! So, mit einem Wort, nach so viel Jahren, ha, ha, willst du Freiheit? Ein guter Gedanke. Vielleicht eine neue Wahl? Ha! ha! ha! „Peter vergib! Ich bin nicht mehr dein Weib.“