— Du hast recht, sagte sie, als wenn sie mir antwortete, obwohl ich kein Wort gesprochen hatte. Du hast recht, geh und suche Peter.
Dann erhob sie sich und drückte mir die Hand.
Ich fand Peter tatsächlich nicht weit von der Stelle, wo der Orkan ihn hinabgestoßen hatte. Er lag bewußtlos an einen spitzen Felsen gelehnt, der ihn vor dem Hinabsausen in den feuerflammenden Abgrund rettete. Wir trugen ihn nach Hause, und unsern gemeinsamen Mühen gelang es, ihm die Gesundheit wiederzugeben.
Geraume Zeit ist schon seit diesem Vorfall verflossen, und ich, an den Augenblick der Schwäche denkend, bemühe mich um so eifriger, mit meinem Willen stets über diesem Rest zu stehen, der mit ihm zusammen die menschliche Seele ausmacht.
Und Peter? ... Er sitzt wie immer schweigend und finster auf der Schwelle des Hauses und vielleicht, ich weiß es nicht, vielleicht tut es ihm leid, daß er auf den Abhängen des Otamor sein Leben damals nicht lassen durfte.
Mit mir ist scheinbar alles zu Ende. Bald werden auch diese Kinder meiner nicht mehr bedürfen. Ich will mir ein Grab errichten — auf der Friedhofinsel.
VI.
Nach sechs Tagen ...
Ich blicke auf die letzten Worte, die ich vor einigen Mondtagen niederschrieb und meine Augen trüben sich, nicht mehr von Tränen, denn die sind längst vertrocknet; nein, es ist, als wenn Entsetzen und Verzweiflung sie mir wie mit heißem Sande geblendet hätten. Nicht für mich habe ich das Grab auf der Friedhofinsel erbaut ...