— Das sind meine Frauen!
— Welche? frug ich fast unbewußt.
Tom schwieg eine Weile, erhob den Kopf, und die Mädchen schauten uns ängstlich an.
— Welche von ihnen? frug ich abermals.
— Ich liebe beide, antwortete er, und beide sind mein!
Mit diesen Worten nahm er die Mädchen bei den Händen und führte sie zu mir.
— Segne uns, Alter Mensch!
Damals hat er mich zum erstenmal bei diesem Namen genannt, der heute schon für immer mit mir verwachsen ist.
Seit dieser Zeit erfuhr unser Leben eine gewisse Veränderung, die scheinbar unwesentlich und dennoch sehr eingreifend war. In unserem kleinen Kreis vollzog sich eine Spaltung. Tom bildete mit seinen Frauen eine eigene, in sich geschlossene Familie, deren Bande in dem Maße enger wurden, wie seine Nachkommenschaft sich vermehrte.
Mit jedem Tage fühlte ich mehr, daß ich auf dieser Welt unnötig wurde, und mit jedem Tage wuchs in mir die Sehnsucht nach jener anderen, die so entfernt, ach, so ferne war! Und das Leben floß dahin, immer unaufhaltsam seinen alten Lauf!