Aber er sagte weiter:
— Frauen und Kinder warten unserer ... Es ist Zeit, an das Meer zu den warmen Teichen zurückzukehren, zu unseren Behausungen und Feldern, Alter Mensch.
Er sagte es befangen, vielmehr im Ton einer Frage, aber trotzdem las ich in seinen Zügen einen unerschütterlichen Entschluß. Und plötzlich überkam mich eine unsägliche Trauer: Diese Menschen sind mit mir hierhergekommen und denken jetzt an die Rückkehr, an ihre Familien, an die Heimat, nach der sie sich sehnen und die sie bald wiedersehen werden — und ich? ... Mein Haus, meine Familie und meine Heimat dort — am Himmel! Ich kann nicht zu ihr zurückkehren, obwohl an mir sicherlich eine hundertmal heißere Sehnsucht nagt nach ihr, die ich auf ewig verloren habe, als an diesen Leuten nach einem Stückchen Mond, am Strande des Mondmeeres! Eifersucht bemächtigte sich meiner.
— Kehrt zurück! sagte ich trocken.
— Und du? rief Jan, mit Verwunderung und Entsetzen zu mir aufblickend.
— Ich werde hierbleiben. Ich habe euch doch, als ich euch mit mir nahm, gesagt, daß ich gehe, um niemals wiederzukehren.
— Ja, flüsterte Jan, aber ich dachte, daß mit der Zeit vielleicht doch ... Hier ist es nicht gut für Menschen ...
— Kehrt also zurück. Ich bleibe.
Er entgegnete kein Wort mehr, neigte nur das Haupt, als wenn er von einem Wurf in den Nacken getroffen wäre und entfernte sich eiligst. Zu Ada, dachte ich mir, um Rat zu holen.
Ich hatte mich nicht getäuscht. Nach einer Weile kam die „Mondpriesterin“. Ich war auf eine lächerliche Szene mit Bitten, Beschwörungen und Weinen vorbereitet, wie sie sich vor Aufbruch zu der Fahrt hierher abgespielt hatte, und daher sehr verwundert, als Ada allein und still kam, weder fragte, noch um etwas bat, sondern nur sagte: