So erzählte sie ihm mit kindlicher Einfachheit, und wir hörten ihren Worten zu, wie dem schönsten Zaubermärchen ... Der Kranke bewegte langsam die Lippen, als wenn er wiederholen wollte: und die Wälder brausen, und die Blätter säuseln ...

— Wir werden nie mehr dort sein, sagte er endlich laut.

Ein herzzerreißendes Schluchzen Marthas antwortete ihm. Sie konnte sich nicht mehr beherrschen. Die Stirn an den Rand des Lagers gedrückt, erbebte sie in krampfhaftem verzweifelten Weinen.

— Ruhig, ruhig, sagte Tomas, leicht mit der Hand ihr Haar berührend.

Aber auch ihn packte die Furcht. Er wandte sich mit dem Gesicht zu uns und begann wieder mit abgebrochener Stimme, die wie mit großer Anstrengung aus der Brust hervordrang, zu sprechen:

— Rettet mich, habt Mitleid, rettet mich! Ich will nicht sterben! Nicht hier! Hier ist’s so entsetzlich! Rettet mich! Ich will ... leben, noch ... leben ... Martha ...

Er weinte wie ein Kind und streckte jammernd die dürren Hände nach uns aus.

Was sollten wir ihm antworten? ...

Wir nähern uns dem Ausgang des Tales, und die Fläche des Mare Frigoris liegt schon vor uns. Ich habe die schmerzliche Gewißheit, daß wir sie allein zurücklegen werden — ohne Tomas!

Auf Mare Frigoris, dritter Mondtag, dreiundzwanzig Stunden nach Sonnenuntergang.