Peter zuckte die Achseln:
— Wenn wir mehr verbrennen, werden wir erst recht erfrieren, da wir keinen Torf haben; wir müssen uns gut zudecken.
— Weshalb haben wir das Polarland verlassen? erwiderte Martha. Tom wird die Kälte nicht ertragen, er ist so klein und zart.
— Ach, Tom! zischte Peter ärgerlich durch die Zähne.
Schon öfter hatte ich bemerkt, daß jede Erwähnung des Kindes ihn erregte. Ich empfand das doppelt schmerzlich, erstens weil ich selbst das prächtige Kind unaussprechlich lieb hatte und dann Marthas wegen. Sie hing mit ganzer Leidenschaft an dem Sohne, und oft gewahrte ich, wie sie den Blick, in dem sich ein bitterer Vorwurf mit instinktiver Angst vereinte, auf Peter richtete. Sie ließ das Kind auch niemals bei Peter allein, während sie es mir anvertraute, wenn sie mit etwas beschäftigt war.
— Tom ist nicht die wichtigste Person, brummte Peter weiter, und wenn er auch erfrieren sollte ...
Martha ertrug ähnliche Bemerkungen für gewöhnlich schweigend, aber heute sprang sie plötzlich auf und stürzte mit flammenden Augen auf Peter zu.
— Höre! rief sie mit gedämpfter Stimme, Tom ist die wichtigste Person und wird nicht erfrieren, denn erst werde ich dich töten und mit deinen Knochen diesen Ofen heizen!
Bei diesen Worten schwang sie ein kleines indisches Stilett, dessen Spitze man dort gewöhnlich vergiftet, vor seinen Augen. Wir wußten bis zu dieser Zeit gar nicht, daß sie diese gefährliche Waffe bei sich führte.
Peter wich unwillkürlich zurück. Dann versuchte er zu lächeln, aber in der Stimme und im Blick der Malabarin lag eine so grausam unerbittliche Drohung, daß er erblaßte und sich vergeblich bemühte seine Verwirrung zu verbergen ...