In einem deutschen Liede heißt es: »Wenn jemand eine Reise tut, dann kann er was erzählen.« So geht es auch mir. Ehe ich Abschied nehme vom »König Albert«, der uns so lange eine treue Unterkunft geboten, will ich in Folgendem versuchen, meine Erlebnisse und Beobachtungen während meines Aufenthaltes auf dem Schiffe niederzuschreiben; aber nur als treuer Berichterstatter, ohne jede weitere Ausschmückung.

Reichspostdampfer des »Norddeutschen Lloyd«: »König Albert«.

Spiele auf dem Promenadendeck und im Rauchsalon.

Da wir auf dem Schiffe nichts zu tun hatten und die Langeweile uns plagte, wurde alles hervorgesucht, was irgend einen Zeitvertreib oder eine kleine Zerstreuung bot: Gesellschaftsspiele, wie z. B. Schach, Domino, Dame, Kartenspiel, Würfelspiel etc., möglichst harmlose Sachen, nur um uns die Zeit zu vertreiben.

Bei gutem Wetter zog man selbstverständlich Spiele im Freien vor, von denen ich besonders das Reifenspiel und das Beutelchenwerfen erwähnen möchte. Bei dem ersteren wird nach einem senkrecht aufgestellten Stab mit Reifen aus strammem Seil geworfen und zwar so, daß diese beim Niederfallen den Stab einschließen; bei den letzteren wird eine in mehrere numerierte Felder geteilte Holztafel auf den Boden gelegt, nach der man mit kleinen, gewöhnlich mit Sand gefüllten Beutelchen wirft – derjenige, der am meisten Zahlen trifft, ist Sieger.

Spiele an Bord.