„Friß, sage ich, oder ...“

Der Leutnant hält ihm die Mündung gegen den Mund.

„Aweih, aweih, wie kann ich fresse, ä Wechsel is doch ka Matzes. Aweih geschrie, Herr Barohn, ich kreisch.“

„Wenn du noch einen Laut von dir gibst, Jude, so drücke ich ab. Friß, sag ich, oder ich schieß.“

Der Jude, todesbleich und schlotternd, würgte nun den Wechsel nicht ohne große Mühe hinab, während der Offizier mit der drohenden Waffe vor ihm stand.

„So,“ sagte er, nachdem der Jude zum letztenmal geschlungen hatte, „jetzt sperre das Maul auf, damit ich auch sehe, ob dir nichts in den Zähnen stecken geblieben ist.“

„Herr Barohn, Se wern mer doch net enei schieße wolle, ich haw en warrlich gefresse.“

„Sei ohne Furcht und sperre das Maul auf, sag ich.“

Der Jude sperrte nun das Maul weit auf.

„Gut, nun kannst du gehen, aber das laß dir gesagt sein, wenn du nur eine Silbe von der ganzen Begebenheit gegen jemand erwähnst, so bist du des Todes, denn ich schieße dich nieder, wo ich dich finde. Übrigens kannst du, wenn du schweigst, in acht Tagen dein Geld bei mir abholen, es ist jetzt eine Ehrensache für mich, dich zu bezahlen.“