„Herr Barohn, is deß wahr, dann will ich so stumm sein aß ä Fisch.“
„Du kannst darauf zählen.“
Der Offizier legte nun die Pistole hin, schloß die Tür auf, und der Jude huschte, einen schweren Seufzer lassend, zur Stube hinaus.
Acht Tage darauf ließ der Leutnant den Rapp wieder holen und zahlte ihm hundert Friedrichsdor in Gold hin und noch obendrein einen doppelten mehr, indem er sagte:
„Hier, das nimm für die ausgestandene Angst und weil du reinen Mund gehalten, gestern erhielt ich meine Wechsel.“
„Gottswunder, Herr Barohn, Se sin doch ä wohrer Ehrenmann, wie’s kahn mehr in ganz Frankfort, in der ganze Welt mehr gibt, wann Se widder was brauche, Se därfe nor befehle, ich mach mer ä Vergnüge draus, Ihne zu diene ...“
„Schon gut, wir werden sehen.“
„Aber ahns mach ich zur Bedingung.“
„Wann Se mer widder ä Verschreibung mache, schreiwe Se’s uff än Nernberger Lebkuche oder uff än Matzen, wann ich’s dann widder fresse muß, so haw ich doch net so schwer daran zu verdaue. Der anner Wechsel is noch net recht verdaut un hat mer vierunzwanzig Stund schrecklich zu schaffe gemacht.“