Ich war in Begleitung von mehreren Kameraden auf Mietpferden nach San-Marino geritten, unter diesen befand sich ein erst kürzlich vor dem Abmarsch von Genua zum Regiment gekommener Offizier, der in österreichischen Diensten gestanden und sich kurz vor der Schlacht von Austerlitz hatte fangen lassen. Er war Hauptmann gewesen und bei unserem Regiment als Leutnant eingetreten, wozu ihm die Gnade des Fürsten Y., dem er sich empfohlen, verholfen hatte. Dieser Mensch, der sich Baron von Neumann nannte, dessen Bauch jedoch weit besser in eine Pfaffenkutte als in eine Uniform gepaßt hätte, war nur in der Hoffnung mit nach Marino geritten, daß es daselbst etwas Tüchtiges für seinen Schnabel, das heißt brav zu essen und zu trinken absetze, fing aber schon zu fluchen an, als der Weg etwas steil und unbequemer zu werden begann; als er aber erst das kleine Städtchen sah und in demselben nichts als etwas Käse und Brot zu essen fand, da sagte er ganz aufgebracht zu mir: „Dos is holter auch der Müh’ wert g’wesen, uns in so än Nest z’führen, wo’s halt nix z’nagen und nix z’beißen gibt, ich dank für d’Ehr.“ – Als ich ihm von der Seltenheit und Sonderbarkeit, die diesen Staat merkwürdig machen, erzählen wollte, ließ er mich nicht endigen, sondern fiel mir mit den Worten in die Rede: „I’ hob den Henker von so ’ner Merkwürdigkeit, die größte Merkwürdigkeit für mi is holt ä gut’s Schweinsbrates und ä gut’s Glaserl Wein.“ – Das letztere verschaffte ich ihm auch, wodurch er bald zum Schweigen gebracht wurde, er fand das Gewächs vortrefflich und war bald so selig, daß er bei der Heimkehr sein Roß nicht mehr ohne Hilfe zu besteigen vermochte; war es uns gelungen, ihn auf der einen Seite mit aller Mühe hinaufzuheben, so fiel er auf der anderen wieder herab. Glücklicherweise hatten wir sehr geduldige und kraftlose Mähren, die sich alles gefallen ließen. Ich machte den Vorschlag, den Kameraden auf seiner Rosinante festzubinden, aber es fehlte uns an Stricken, und es war nicht so leicht, deren in San-Marino aufzutreiben. Als wir uns endlich im Besitz der nötigen Bindemittel befanden, legten wir den vollen Sack, der wenigstens ein halbes Dutzend Pokale geleert hatte, quer über das Tier, wie jeden anderen Sack, und banden den schnarchenden aber ganz bewußtlosen Leichnam auf demselben fest. Wir waren noch keine fünf Minuten geritten, als die Bande durch das Rütteln schon locker wurden und unser Freund Neumann unter sein Roß rutschte; wir hoben ihn wieder auf, banden ihn nochmals fest, aber jetzt kam er allmählich wieder etwas zur Besinnung und wollte gleich den anderen wieder zu Pferd sitzen. Man tat ihm den Willen; es ging nun in kurzem Trabe den jähen Berg hinab, aber nach wenig hundert Schritten stürzte Neumann, der ohnehin nicht reiten konnte und das Pferd nicht in der Hand hatte, sondern ihm die Zügel schießen ließ, samt demselben und fiel so unglücklich, daß er ein Bein brach. Jetzt war die Not groß, und nur mit schwerer Mühe und glänzenden Versprechungen brachten wir ein halbes Dutzend Landleute, die wir aus Marino holten, zusammen, um den Verunglückten auf einer Tragbahre nach Rimini zu bringen, wo er erst bei sinkender Nacht ankam, über sein hartes Geschick und über mich, als die erste Veranlassung zu demselben, fluchend und wimmernd. Den Trägern gaben wir jedem einen Scudo romano; dies war ein teurer Lustritt. – Neumann mußte zurück- und im Lazarett bleiben, bis er geheilt war, wo er so gut verpflegt wurde, daß er sich bald von dem einen zum andern trug und ein wahrer Spitalbruder ward. Die französischen Offiziere wurden allerdings in den Lazaretten der Städte, namentlich in dem Kirchenstaat, wie die Herren gepflegt und behandelt. Ich sah den guten Neumann nie wieder, denn er wurde zum Depot des Regiments geschickt, und habe später nur soviel erfahren, daß nach dem Frieden von 1814 die österreichische Armee so glücklich war, den Helden wieder in ihren Reihen zu sehen.

Den folgenden Tag kamen wir nach Sinigaglia, das Beaucaire oder Leipzig Italiens hinsichtlich seiner sehr besuchten hochberühmten Messen.

Sinigaglia ist an und für sich keine sehr bedeutende Stadt, hat kaum zehntausend Einwohner, treibt aber viel Handel und ist ziemlich gut befestigt. Zu ihren Messen strömen die Fremden aus ganz Italien, Griechenland, Dalmatien und der Schweiz herbei; ihr nicht sehr großer Hafen ist für Kauffahrteischiffe bequem und sicher. Die Häuser dieser Stadt sind alle gut gebaut, auch hat sie einige ausgezeichnet schöne Kirchen. In der fruchtbaren Gegend nach Urbino zu zeigt man noch Hasdrubals Grab, das die Einwohner den Monte Asdrubale nennen.

Unsere folgende Etappe war Loretto, ein beschwerlicher und ermüdender Marsch; aber dafür sollten wir auch durch den Anblick des heiligen Hauses der Jungfrau Maria und sogar durch das Betreten desselben mit unseren unheiligen Füßen belohnt werden. Die Stadt ist klein, zählt kaum sechstausend Einwohner, die fast alle von dem Schacher mit heiligem Firlefanz leben; sie liegt auf einer Anhöhe, von der man eine herrliche Aussicht auf das Adriatische Meer und dessen Küsten hat. In der Haupt- und einzigen bedeutenden Straße der Stadt sieht man Bude an Bude gereiht, in denen nichts als Kruzifixe, Madonnenbilder mit dem Jesuskind, Kreuzchen, Rosenkränze, allerlei Reliquien, künstliche Blumen, Medaillen zur Ehre der Jungfrau und anderer Heiligen geprägt, Wachskerzen, Borden, Bänder und ähnlicher Kram verkauft werden. Mitten in der prachtvollen, großen und schönen Kirche der Madonna von Loretto befindet sich das heiligste Haus der ganzen Christenheit, dasjenige, in welchem die Jungfrau geboren und erzogen wurde. Es ist ein sehr bescheidenes, von Backsteinen und Holz erbautes Häuschen, das la santissima casa di Nazaretto genannt wird und welches die lieben Engelein im Jahre 1291 aus Galiläa, aber ohne das Fundament, das ihnen wahrscheinlich zu schwer war oder zu viel Mühe auszugraben kostete, durch die Lüfte nach Dalmatien entführten, um es vor den wilden Horden der Ungläubigen in Sicherheit zu bringen und zu schützen, wozu wahrscheinlich der allmächtige Gott nicht Macht genug im gelobten Lande hatte; da es aber auch hier noch nicht sicher genug schien, so trugen sie es drei Jahre später in einen Wald unfern Racamati; aber auch dieser Ort schien ihnen nach abermals drei Jahren nicht ganz passend, und nun flogen sie Anno 1295 mit ihm nach Loretto und stellten es da nieder, wo es noch steht. Diese erbauliche Geschichte mit allen dazu gehörigen Umständen, treu und ganz der Wahrheit gemäß ausführlich beschrieben, verkauft man zu Loretto in allen Sprachen gedruckt. Das Haus ist nur achtzehn Fuß hoch, fünfundzwanzig lang und etwa zwölf breit und würde in unseren Tagen auch einem nur mittelmäßigen Bauern zu klein und zu eng erscheinen; dagegen ist aber die Kirche, die es beschirmt, um so größer und geräumiger, fast ganz in morgenländischem Stil erbaut, mit kostbaren Türen von Erz versehen und hat unzählige Beichtstühle, für alle Nationen und Sprachen bestimmt, über denen zu lesen ist: ‚Für Polen, für Franzosen, für Spanier, für Deutsche, für Engländer‘ und so weiter. Hunderttausende von Pilgrimen aus allen Ländern Europas und der Christenheit, jedes Ranges, Alters und Standes wallfahrteten früher zu dieser Kirche, ihre Zahl hatte aber so sehr abgenommen, daß sich kaum der fünfzigste Teil von ehedem mehr einfand, und was das Schlimmste war, meistens arme Teufel, die statt zu bringen, empfangen mußten, welchen man hier Wohnung und magere Kost, eine schlechte Suppe, so lange ihr kurzer Aufenthalt währte, verabreichte.

So klein das Häuschen war, vielleicht eines der kleinsten Europas, so wurde es doch bald eines der reichsten, wo nicht das reichste. Die Schätze, die es noch vor der französischen Revolution aufzuweisen hatte und die es größtenteils frommen Monarchen, Fürsten und anderen reichen, zum Teil auch armen Seelen verdankte, waren unermeßlich, ihr Verzeichnis füllte ein ganzes Buch. Kolossale Engel von gediegenem Gold, ungeheure Lampen von demselben Metall, noch weit größere von vergoldetem Silber, Kronen mit Edelsteinen reich geschmückt, von ungeheurem Wert, für die Mutter Gottes und ihren Sohn, unter denen eine von Ludwig XIII., die er, um das Gelübde, das er getan, wenn er einen Sohn erhielte (Ludwig XIV., dessen Vater er indessen nicht war), zu erfüllen, der Madonna von Loretto schenkte, mit mehr als dreitausend Diamanten verziert war; unzählige Reliquienkästchen von Gold, Perlen und Edelsteinen, in denen man Gott weiß was für Knochen aufbewahrte, Pokale, Ketten und dergleichen waren ohne Zahl vorhanden und die Mauern, Wände und Nischen mit Gold- und Silberplatten bekleidet. Pius VI. mußte das Heiligtum schon eines Teils seiner Schätze berauben, um den Franzosen die durch den Frieden von Tolentino (1797) schuldig gewordene Summe bezahlen zu können. Aber bald darauf nahmen diese ungebetenen Gäste den noch übrigen Teil und plünderten Haus und Kirche, ihnen alles von Wert raubend, sogar die Statuetten der Madonna mitnehmend, mit Ausnahme der von Zedernholz, die der heilige Lukas selbst, obgleich ebensowenig Bildhauer als ich ein Verschnittener, verfertigt haben soll, und die sie respektierten, ob aus Achtung für den Heiligen oder wegen des geringen Kunst- und materiellen Wertes, den sie hat, will ich dahingestellt sein lassen. Indessen wurde behauptet, daß die Geistlichkeit, die von der bevorstehenden Plünderung einigen Wind gehabt, denn man weiß, daß die Herren in der Regel gute Nasen haben, doch einen großen Teil der Schätze, namentlich die kostbarsten Edelsteine und Perlen, die sie durch falsche ersetzte, auf die Seite geschafft habe. Dem sei, wie ihm wolle, wir fanden, als wir nach Loretto kamen, wenig von den echten Schätzen mehr vor, die so prächtig gewesen sein sollen, daß das Auge ihren Glanz nicht zu ertragen und der erfahrenste Juwelier sie nicht zu schätzen vermochte. Die Jungfrau samt dem Jesuskind trugen nun Kronen mit falschen Steinen, doch hingen schon wieder viele silberne und reich vergoldete, fortwährend brennende Lampen in der Kirche und dem Haus, das gerade unter der Kuppel des Doms steht und von dem ewigen Lampenrauch ganz schwarz gefärbt ist. Der Fußboden gleicht einem Damenbrett, und besteht aus weißen und roten viereckigen Platten. Die braune, zedernhölzerne Madonna steht in einer Nische des Häuschens, gerade unter dem Schornstein, das Jesuskind im Arm und mit einem langen schwarzen Schleier behängt. Von diesem Schleier erhalten alle frommen Gläubigen ein kleines Stückchen, das auf einem gedruckten Zeugnis aufgeklebt ist und ihnen zur schützenden Reliquie dienen soll; und – o Wunder! – soviel auch jahrein jahraus von diesem Schleier abgeschnitten wird, so wird er doch nie kleiner, sondern das am Tage Abgeschnittene wächst bei Nacht wieder nach. Auch die Suppenschüssel Marias wird gezeigt, in welcher man Rosenkränze, Kreuze, Medaillen und so weiter herumrührt und einweiht. Man erhält ferner daselbst eine kleine viereckige Tüte von Papier, auf welcher das heilige Haus abgebildet ist, wie es die guten Engel durch die Lüfte transportieren, und die etwas von dem von der Mauer desselben abgeschabten Staub enthält, wofür man einige Paoli bezahlt. Auch diese Reliquie gilt für ein sicheres Amulett gegen alles Böse, gegen Widerwärtigkeiten, Krankheiten, Zauberei und so weiter, man trägt sie an einem Bändchen oder Kettchen um den Hals, auf die Brust herabhängend. Auch ich versah mich mit einer solchen, zum Andenken an meine Anwesenheit in Loretto, und hatte es wahrlich nicht zu bereuen, denn sie bewirkte in der Tat kein geringes Wunder an mir, mich von einem grausam schmählichen Tod errettend, wie wir bald sehen werden. Außerdem kaufte ich ein Dutzend kleiner Rosenkränze von allen Farben, grün, rot, gelb und so weiter, ließ sie in der heiligen Suppenschüssel umrühren und schickte sie dann per Post meinem Vater, um sie an die übrige Verwandtschaft auszuteilen, die, obgleich es Ketzer waren, diese Aufmerksamkeit doch gut aufnahmen. Auch die Küche der Jungfrau und das Fenster, durch welches der Engel der Verkündigung zu ihr einflog, ließ ich mir zeigen.

Loretto verlassend, entfernten wir uns wieder von den Küsten des Adriatischen Meeres und marschierten landeinwärts nach Macerata, einer ansehnlichen, auf einem Berge liegenden Stadt, von der man das Meer noch einmal erblickt, die fünfzehntausend Einwohner, mehrere sehr schöne Kirchen und ein merkwürdiges Tor, Porta Pia, eine Art Triumphbogen mit drei Durchgängen hat. Sie steht auf der Stelle des alten Helvia Ricina, das die Goten zerstörten, und hatte früher eine Universität. – Von hier kamen wir nach Tolentino, einem an sich sehr unbedeutenden kleinen Städtchen, das keine fünfzehnhundert Einwohner zählt, aber dennoch fünfzehn Kirchen hat und den Leichnam des heiligen Nikolaus aufbewahrt, was dem sonst sehr toten Ort an dessen Festtag einiges Leben verleiht. Hier wurde 1796 der Friede zwischen dem Papst und der französischen Republik geschlossen, der dem erstern große Opfer kostete und wenig oder keinen Nutzen brachte. Durch das ebenso berüchtigte Col-Fiorilo, wohin der Weg eine ziemliche Strecke zwischen durchhauenen Felsen führt und das so enge ist, daß kein Wagen dem anderen ausweichen kann, sondern derjenige, der am nächsten beim Ausgang ist, rücklings zurückfahren muß, marschierten wir bei Nacht. Der Weg von hier bis Foligno, besonders bei den sogenannten Steinbrüchen, ist fortwährend sehr schmal und für das Fuhrwerk äußerst gefährlich, da er längs schauerlichen Abgründen hinführt, in die schon sehr viele Wagen samt Pferden und Reisenden hinabstürzten, und doch wird nicht dafür gesorgt, diese Gefahr durch tüchtige Schranken zu beseitigen! –

Spoleto, unsere nächste Etappe, ist eine alte, an einem Berge liegende, aber schlecht gebaute und befestigte Stadt, die im Altertum durch den mutigen Widerstand, den sie dem Hannibal leistete, berühmt wurde, jetzt aber kaum sechstausend Einwohner, nicht weniger als zwei Dutzend Faulenzernester, vulgo Klöster genannt, noch mehr Kirchen hatte; zwanzig Einsiedeleien liegen obendrein auf einem nahen Berg, zu dem ein anmutiges Tal führt. Hier ist die Faulenzerei und mit ihr die Bettelei zu Hause, denn das träge Vieh in den Klöstern speist das zerlumpte und ebenso faule in den Straßen mit den übriggebliebenen Brocken. Jeder sich meldende Bettler bekommt eine Klostersuppe.

Der Marsch von hier nach Terni ging über die Somma, den höchsten Gipfel der Apenninen in dieser Gegend, auf dem zur Heidenzeit ein Tempel des Jupiter Summanus stand. Terni ist die Vaterstadt des berühmten Geschichtsschreibers Tacitus und des Kaisers, der denselben Namen führte. Es liegt zwischen zwei Armen des Flusses Nera, der hier eine Insel bildet, und hat ebenfalls noch viele römische Altertümer, unter denen die Ruinen eines Amphitheaters und eines Sonnentempels. Diese Stadt rühmt sich eines gleichen Alters mit Rom.

Da wir hier wieder einen Ruhetag hatten, so schlug ich mehreren Kameraden vor, eine Partie nach dem berühmten Wasserfall von Terni, der fünf Miglien (etwa anderthalb Stunden) von der Stadt entfernt liegt, zu machen. Hauptmann Grenet und seine Frau waren mit von derselben. Der Weg dahin führt durch einen Olivenwald und durch ein Dorf, von dem er sich furchtbar steil, oft an schwindelnden Abgründen vorüber, auf dem Berg hinzieht. Wir waren fast alle auf Eseln, nur einige, unter denen auch ich, zu Pferde. In einiger Entfernung von der Kaskade stiegen wir ab und legten den Rest des Weges zu Fuß zurück, wurden aber bald von dem Wasserstaub benetzt. Über hundertsechzig Meter stürzt sich hier der Velino von den Felsen in den jähen Abgrund herab und gibt dem erstaunten Wanderer ein großartiges, ergreifendes Schauspiel, welches der Anblick der Milliarden, in allen Farben spielenden Wasserperlen, die das wieder emporspringende Wasser bildet, beim Sonnenschein so prächtig macht, daß das Blitzen aller Diamanten dagegen als fahl und matt erscheinen muß. Das Geräusch, welches die fallenden Wassermassen verursachen, ist donnerähnlich, und die sich wie Nebel wieder erhebenden Wasser formieren einen großen Staubwirbel, der wie ein Tau abermals niederfällt und den erstaunten Zuschauer durch und durch naß macht. Dieser Wasserstaub bildet unaufhörlich auf- und niedersteigende Brillantbogen, die man mit Entzücken bewundert; es ist eines der schönsten Naturschauspiele der Welt. Auf dem Rückweg nahmen wir in dem Dorf an dem Olivenwäldchen eine echt italienische Kollation, aus Brot, Käse, Orangen und Feigen bestehend, so ziemlich alles, was man nebst einem Glas Wein in einem solchen Ort in Italien haben kann.

Von Terni kamen wir wieder an unabsehbaren Abgründen vorüber nach Narni, das auf einem Berg an der Nera liegt, kaum viertausend Einwohner zählt und von tausendjährigen Olivenbäumen umgeben ist. Das heitere Tal, durch welches man zwischen Terni und Narni kommt, ist dasselbe, welches Plinius als so außerordentlich fruchtbar schildert, daß man hier viermal des Jahres Heu erntet. Es wird von der Nera bewässert.