„Dann werden Sie mir doch kein Gift verschreiben?“

„Das nicht, aber ich lasse Sie im Stich.“

„Oh, darüber tröste ich mich, denn ich weiß, wie ich es mit euch Herren Medizinern zu halten habe:

Der Geist der Medizin ist leicht zu fassen;

Ihr durchstudiert die groß’ und kleine Welt,

Um es am Ende gehn zu lassen

Wie’s Gott gefällt.“

„Ach, das ist albernes Zeug.“

„Ei, ei, Herr Doktor, Sie blamieren sich. – Doch allen Scherz beiseite, ich werde mein möglichstes tun, den Doktor bei der Apothekerin beliebt zu machen.“ –

Wir trennten uns nun, und jeder ging seinen Weg, der meinige führte mich nach Giesù nuovo zur Probe eines neu einzustudierenden Vaudevilles, das ich mit Madame Gasqui zusammengeflickt, „Les français à Naple“ betitelt hatte und das den Beifall unseres Publikums und selbst Seiner Majestät erhielt, obgleich es manchen Seitenhieb auf dessen Gouvernement gab, den Joseph jedoch nicht zu verstehen schien oder nicht verstehen wollte. Übrigens fing es an, wenigstens etwas leidlicher in der Verwaltung zu gehen, namentlich seit Röderer das Finanzwesen und ein neues Abgabensystem organisiert hatte; aber verhindern konnte er die fortdauernde unnütze Prodigalität nicht.