I. Aeussere Besichtigung.
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1)
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Der männliche, etwa 30 Jahre alte, wohlgenährte, 4 Fuss 11 Zoll
lange Körper hat reichliche, schwarzbraune Kopf- und Barthaare,
blaue Augen, vollständige Zähne, hinter welchen die Zunge liegt.
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2)
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Am Unterleibe zeigen sich grüne Verwesungsflecke. Der Rücken ist
mit zahlreichen, durch Einschnitte nachgewiesenen Todtenflecken
bedeckt.
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3)
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Fremde Körper sind in den natürlichen Höhlen nicht zu bemerken.
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Der After steht offen.
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3 a)
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Am rechten Daumen zeigte sich nach Entfernung eines kunstgemäss
angelegten Verbandes ein unerhebliches, in der Heilung begriffenes
Nagelgeschwür. In der linken Ellenbogenbuge befinden sich zwei noch
frische, kunstgemäss verbundene Aderlasswunden.
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4)
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Die ganze Unterlippe, ebenso wie die Oberlippe, erscheint
braunroth gefärbt und härtlich spröde, lässt sich auch mit dem
Messer schwerer als gewöhnlich trennen.
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Von der Unterlippe ausgehend und sich diagonal von links nach
rechts bis auf den Unterkieferrand erstreckend, befinden sich drei
parallellaufende Streifen, genau von der eben beschriebenen Farbe
und Beschaffenheit von 1⁄2 Zoll Länge und 3 Linien Breite.
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5)
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Das Gesicht erscheint fast ungewöhnlich bleich.
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6)
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Ausser den geschilderten sind anderweitige Verletzungen und
Abnormitäten nicht zu entdecken.
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II. Innere Besichtigung.
A. Eröffnung der Bauchhöhle.
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7)
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Nach kunstgemässer Entfernung der äusseren Bedeckungen ergaben
sich drei Unzen eines blutigen Wassers in der Bauchhöhle.
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8)
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Der Magen erscheint durchweg von kohlschwarzer Farbe. Die kurzen
Gefässe erscheinen ungewöhnlich stark mit Blut gefüllt.
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Bei der anscheinend äusserst mürben Beschaffenheit der Magenhäute,
die eine vorsichtige Behandlung erfordert, wird es vorgezogen, den
Magen in der Bauchhöhle zu öffnen und seines Inhalts zu entleeren.
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Die Mürbigkeit ist indessen so bedeutend, dass der Magen beim
vorsichtigsten Anfassen wie feuchtes Löschpapier auseinanderging.
Sein Inhalt, bestehend in 27 Unzen einer Kaffeesatz-ähnlichen
Flüssigkeit, welche ätzend auf die Hände der Obducenten wirkte,
wurde in ein Gefäss gefüllt.
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Die ganze Schleimhautfläche des Magens ist gleichfalls durchweg
schwarzgrau gefärbt.
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9)
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Das grosse Netz ist gleichfalls zum grössten Theile schwarz gefärbt.
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Am kleinen Netz ist nichts Bemerkenswerthes.
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10)
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Die Leber ist von normaler Farbe, Grösse und Consistenz. Auch
ihr Blutgehalt ist der normale.
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Die Gallenblase ist natürlich beschaffen und mässig gefüllt.
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11)
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Die Bauchspeicheldrüse ist natürlich beschaffen.
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12)
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An dem Zwölffingerdarme und dem obersten Theile des Dünndarmes
ist gleichfalls eine grauliche, doch weniger markirte Färbung zu
entdecken. Die dicken Därme sind natürlich beschaffen.
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13)
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Bei der Oeffnung des soeben beschriebenen grauen Theiles des
Dünndarmes zeigt sich seine Schleimhautfläche stark aufgewulstet,
erhärtet, und gleichsam wie gekocht.
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Die dicken Gedärme sind leer.
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14)
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Die Milz ist von normaler Grösse und Consistenz. Ihr Blut hat
eine deutliche kirschbraune Färbung.
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15)
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Die Nieren sind normal beschaffen, und gleichfalls mit einem
kirschbraunrothen Blute angefüllt.
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16)
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Die Harnblase ist strotzend mit Urin gefüllt.
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17)
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Das Gekröse ist normal.
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18)
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Die grossen Blutaderstämme sind stark mit Blut gefüllt, welches
genau besichtigt wird. Es hat eine Kirschsuppen-ähnliche Farbe,
die Consistenz eines sehr dünnflüssigen Syrups, und finden sich
coagula darin, die Härte eines nassen Thones zeigend.
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Sonst ist in der Unterleibshöhle Nichts zu bemerken.
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B. Eröffnung der Brusthöhle.
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19)
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Nach kunstgemässer Entfernung der äusseren Bedeckungen fanden
sich die Lungen in Beziehung auf Farbe, Consistenz und Blutgehalt
von vollkommen normaler Beschaffenheit.
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20)
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Die grossen Blutaderstämme der Brust enthalten viel Blut
von der vorhin beschriebenen Beschaffenheit, jedoch ohne die
beschriebenen Gerinsel.
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21)
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Das Herz, von normaler Grösse und ziemlich fettreich, hat in
seinen Kranzadern gleichfalls viel Blut. In beiden seitlichen
Hälften zeigt sich gleich viel, im Ganzen nur mässig dickflüssiges
kirschrothes Blut ohne Gerinsel.
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22)
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Die Speiseröhre bietet äusserlich nichts Bemerkenswerthes dar.
Der ganze Theil wird herausgenommen, und zeigt sich seine gesammte
Schleimhautfläche grauschwarz gefärbt.
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23)
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Die Luftröhre zeigt sich auf ihrer inneren Fläche gräulichroth
gefärbt, und enthält etwas zähen Schleim.
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24)
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Die Zunge, welche bei dieser Gelegenheit genau besichtigt
wird, erscheint ganz weiss, und ist ihre Schleimhaut stellenweise
abgelöst.
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25)
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Ein Einblick in die Mund- und Schlundhöhle zeigt, dass die
ganze Schleimhaut dieser Partie grauschwarz gefärbt ist.
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C. Eröffnung des Kopfes.