Breme.
So gebt mir Eure Hand, mir und diesen Männern.
Magister. Einem jedem; aber was haben diese armen Leute, die wie Sklaven behandelt werden, mit der Freiheit zu tun?
Breme. Sie sind nur noch eine Spanne davon, nur so breit, als die Schwelle des Gefängnisses ist, an dessen eröffneter Türe sie stehen.
Magister.
Wie?
Breme.
Euer Ehrenwort, dass Ihr schweigen werdet!
Magister.
Ich gebe es.
Breme. Der Augenblick ist nahe, die Gemeinden sind versammelt, in einer Stunde sind sie hier. Wir überfallen das Schloss, nötigen die Gräfin zur Unterschrift des Rezesses und zu einer eidlichen Versicherung, dass künftighin alle drückenden Lasten aufgehoben sein sollen.
Magister.
Ich erstaune!
Breme. Da habe ich nur noch ein Bedenken wegen des Eids. Die vornehmen Leute glauben nichts mehr. Sie wird einen Eid schwören und sich davon entbinden lassen. Man wird ihr beweisen, dass ein gezwungener Eid nichts gelte.
Magister. Dafür will ich Rat schaffen. Diese Menschen, die sich über alles wegsetzen, ihresgleichen behandeln wie das Vieh, ohne Liebe, ohne Mitleid, ohne Furcht frech in den Tag hinein leben, solange sie mit Menschen zu tun haben, die sie nicht schätzen, solange sie von einem Gott sprechen, den sie nicht erkennen: Dieses übermütige Geschlecht kann sich doch von dem geheimen Schauer nicht losmachen, der alle lebendigen Kräfte der Natur durchschwebt, kann die Verbindung sich nicht leugnen, in der Worte und Wirkung, Tat und Folge ewig miteinander bleiben. Lasst sie einen feierlichen Eid tun.