Martin.
Sie soll in der Kirche schwören.
Breme.
Nein, unter freiem Himmel.
Magister. Das ist nichts. Diese feierlichen Szenen rühren nur die Einbildungskraft. Ich will es euch anders lehren. Umgebt sie, lasst sie in eurer Mitte die Hand auf ihres Sohnes Haupt legen, bei diesem geliebten Haupte ihr Versprechen beteuern und alles Übel, was einen Menschen betreffen kann, auf diese kleine Gefäß herab rufen, wenn sie unter irgendeinem Vorwande ihr Versprechen zurücknähme oder zugäbe, dass es vereitelt würde.
Breme.
Herrlich!
Martin.
Schrecklich!
Albert.
Entsetzlich!
Magister.
Glaubt mir, sie ist auf ewig gebunden.
Breme.
Ihr sollt zu ihr in den Kreis treten und ihr das Gewissen schärfen.
Magister. An allem, was ihr tun wollt, nehm' ich Anteil; nur sagt mir, wie wird man es in der Residenz ansehen? Wenn sie euch Dragoner schicken, so seid ihr alle gleich verloren.
Martin.
Da weiß Herr Breme schon Rat.