(Sie rezitiert langsam und schreibt.)
Welch Wonneleben wird hier ausgespendet!
Willst du, o Herr der obern Regionen,
Des Neulings Unvermögen nicht verschonen?
Ich sinke hin, von Majestät geblendet.
Doch bald getrost zu dir hinauf gewendet
Erfreut's mich, an dem Fuß der festen Thronen,
Ein Sprössling deines Stamms, beglückt zu wohnen,
Und all mein frühes Hoffen ist vollendet.
So fließe denn der holde Born der Gnaden!
Hier will die treue Brust so gern verweilen
Und an der Liebe Majestät sich fassen.
Mein Ganzes hängt an einem zarten Faden,
Mir ist, als müsst' ich unaufhaltsam eilen,
Das Leben, das du gabst, für dich zu lassen.
(Das Geschriebene mit Gefälligkeit betrachtend.)
So hast du lange nicht, bewegtes Herz,
Dich in gemessnen Worten ausgesprochen!
Wie glücklich, den Gefühlen unsrer Brust
Für ew'ge Zeit den Stempel aufzudrücken!
Doch ist es wohl genug? Hier quillt es fort,
Hier quillt es auf!—Du nahest, großer Tag,
Der uns den König gab und der nun mich
Dem Könige, dem Vater, mich mir selbst
Zu ungemessner Wonne geben soll.
Dies hohe Fest verherrliche meine Lied!
Beflügelt drängt sich Phantasie voraus,
Sie trägt mich vor den Thron und stellt mich vor,
Sie gibt im Kreise mir—
Hofmeisterin (außen).
Eugenie!
Eugenie.
Was soll das?
Hofmeisterin.
Höre mich und öffne gleich!
Eugenie.
Verhasste Störung! Öffnen kann ich nicht.
Hofmeisterin.
Vom Vater Botschaft!
Eugenie.
Wie? Vom Vater? Gleich!
Da muss ich öffnen.