Alle Freyheits=Apostel, sie waren mir immer zuwider;
Willkür suchte doch nur Jeder am Ende für sich.
Willst du Viele befreyn, so wag' es Vielen zu dienen.
Wie gefährlich das sey; willst du es wissen? Versuch's!
LI.
Könige wollen das Gute, die Demagogen desgleichen,
Sagt man; doch irren sie sich: Menschen, ach, sind sie, wie wir.
Nie gelingt es der Menge, für sich zu wollen; wir wissens:
Doch wer verstehet, für uns Alle zu wollen; Er zeig's.
LII.
Jeglichen Schwärmer schlagt mir an's Kreuz im dreyßigsten Jahre;
Kennt er nur einmal die Welt, wird der Betrogne der Schelm.
LIII.
Frankreichs traurig Geschick, die Großen mögen's bedenken;
Aber bedenken fürwahr sollen es Kleine noch mehr.
Große gingen zu Grunde: doch wer beschützte die Menge
Gegen die Menge? Da war Menge der Menge Tyrann.
LIV.
Tolle Zeiten hab' ich erlebt, und hab' nicht ermangelt,
Selbst auch thöricht zu seyn, wie es die Zeit mir gebot.