Eine Liebe wünscht ich und konnte sie niemals gewinnen.
Wünschen läßt sich noch wohl, aber verdienen nicht gleich.

CLI.

Fürchte nicht, liebliches Mädchen, die Schlange die dir begegnet!
Eva kannte sie schon, frage den Pfarrer mein Kind.

CLII.

Ob erfüllt sey was Moses und was die Propheten gesprochen
An dem heiligen Christ, Freunde, das weiß ich nicht recht.
Aber das weiß ich: erfüllt sind Wünsche, Sehnsucht und Träume,
Wenn das liebliche Kind süß mir am Busen entschläft.

CLIII.

Weit und schön ist die Welt, doch o wie dank ich dem Himmel
Daß ein Gärtchen beschränkt, zierlich mein eigen gehört.
Bringet mich wieder nach Hause! was hat ein Gärtner zu reisen?
Ehre bringt's ihm und Glück, wenn er sein Gärtchen versorgt.

CLIV.

Ach! sie neiget das Haupt die holde Knospe, wer gießet
Eilig erquickendes Naß neben die Wurzel ihr hin?
Daß sie froh sich entfalte, die schönen Stunden der Blüthe
Nicht zu frühe vergehn, endlich auch reife die Frucht.
Aber auch mir - mir sinket das Haupt von Sorgen und Mühe.
Liebes Mädchen! Ein Glas schäumenden Weines herbei.

CLV.