Herr Vogt sprang hoch, griff den Sohn bei den Haaren, würgte ihn, riß ihn zu Boden und trat ihn mit dem Fuß. Kurt kauerte und zuckte. Er bäumte sich auf, schreiend —: er wurde niedergeschlagen. Das nahm kein Ende für ihn.
Die Mutter heulte auf, stürzte auf den Balkon und schrie auf die Straße hinunter.
Herr Vogt richtete sich sogleich auf, und die Großmutter kam aus ihrem Verschlag hervorgekrochen, blieb in der Mitte des Zimmers stehen und setzte sich zitternd unter sie.
Kurt schlich in seine Kammer, wo er losheulte. Er wollte sich rächen.
Herr Schaa kam, wedelte und holte den Gerichtsvollzieher zum Tarock ab.
Frau Vogt blätterte in ihrem Postkartenalbum, spielte Klavier, bis es zweimal läutete und Frau Schaa kam.
Frau Schaa spreizte die Finger, zog die Schultern hoch und bat weich:
„Geh, Marie (so hieß Frau Vogt beim Vornamen), spiel was! Bei der Musik fang ich immer zu phantasieren an . . .“
Frau Vogt aber konnte nicht. Die Schaa brüllte auf . . .
Der Gerichtsvollzieher stolperte fluchend die Treppe herauf. Er war besoffen. Er schimpfte auf die Vorgesetzten, er drohte ihnen, er verurteilte sie zum Tode.