Nachdem durch starkes Erhitzen bis auf 130° alles hygroskopische Wasser ausgetrieben worden ist, bleibt gedarrtes Holz zurück von der Zusammensetzung:
| 50 | Th. | Kohle (incl. 1 Th. Asche), |
| 50 | „ | chemisch gebundenem Wasser, |
Das lufttrockne Buchenholz, wie es gewöhnlich als Brennholz benutzt wird, enthält in 100 Theilen:
| Kohlenstoff | 39,10 |
| Wasserstoff | 4,90 |
| Sauerstoff | 36,00 |
| Wasser und Asche | 20,00 |
| 100,00 |
Heizwerth des Holzes.
Die Brennbarkeit der weichen Hölzer ist grösser als die der harten; unter den weichen lassen sich die Nadelhölzer (wegen ihres Harzgehaltes) am leichtesten entzünden und brennen am besten fort. Den Nadelhölzern steht das Birkenholz sehr nahe. Was die Flammbarkeit betrifft, so geben die harzreichen Nadelhölzer die längste Flamme.
Aus seinen Versuchen folgert Winkler hinsichtlich des Verhältnisses der Heizkraft der Holzarten, dass 1 Klafter Fichtenholz ersetzt werde durch
| 1,07 | Klafter | Linde, | 0,70 | Klafter | Buche, | |
| 0,94 | „ | Föhre, | 0,665 | „ | Birke, | |
| 0,92 | „ | Pappel, | 0,65 | „ | Ahorn, | |
| 0,91 | „ | Weide, | 0,635 | „ | Ulme, | |
| 0,89 | „ | Tanne, | 0,59 | „ | Eiche. |
Scheerer nimmt den absoluten Wärmeeffect der verschiedenen, gleichförmig getrockneten Holzarten als gleich gross an, ferner, dass der specifische Wärmeeffect von Holzarten mit gleichem Wassergehalte sich wie das specifische Gewicht derselben verhält. Der pyrometrische Wärmeeffect des halbgedarrten Holzes (mit 10 Proc. Wassergehalt) kann nach Scheerer = 1850°, der des gedarrten = 1950° gesetzt werden. Nach Péclet entwickelte sich eine Temperatur von 1683° C. beim Verbrennen von reinem und trocknem Holz unter der Voraussetzung, dass aller Sauerstoff der Verbrennungsluft absorbirt werde, dagegen nur eine Temperatur von 960°, wenn der Sauerstoff nur zur Hälfte consumirt wird, was gewöhnlich in grossen Feuerräumen der Fall ist.
Die Verdampfungskraft der Holzarten ist nach den Versuchen von Brix: