Unsinn!

Wie herrlich glüht hier die Nelke. Und die gelbe Königskerze hier: wie aus Gold, aus lautrem glänzenden Gold.

Wandern! Wandern!

Neulich der Spaziergang. Da waren zwei Enten, schnatterten zwei schneeweiße, prächtige Enten unten im Tal im hellen Bergbach. Und ein Spitz mit fröhlichem Gebell gegen mich her. Und über Stakete unzählige Rosen in entfalteter Pracht. Und wie schön das Dorf aus den wogenden, reifenden Getreidebreiten hervor. Schwalben an mir hin, dicht an mir hin, als ich rastete, daß ich das feine Wehen ihres Flügelschlags spürte.

Ich weiß, ich sang und schwatzte vor mich hin, ich weiß nicht was. Aber in mir war eine himmelweite Seligkeit und ein einziger, stiller Friede …

Lachen, lachen, lachen kann ich wieder, jauchzen, brüllen vor trotziger Lust am Leid, und mein heller Lebenswille geht von mir aus mit einem tiefen, befreienden Atem, und durch Laub und Gräser geht ein heimliches, fröhliches, neckendes Flüstern, weht kühl über meine Stirn und weiter über die Breiten hin, und ich atme es ein, tief in mich hinein wie einen süßen, geliebten Atemzug.


Lust am Leid, wilde, wild unbändige, fruchtbare Lust am Leid, Aufatmen und helles, klares, sonnenhelles Gestalten aus wilder Leidlust …

Nun bin ich wieder bei Laune.