So! – Jetzt lieg ich auf dem Bauch, die Deichböschung hinauf, lege mein Skizzenbuch vor mich hin und zeichne, was mir gerade in den Sinn kommt, allerlei Karikaturen.
Und nun beseh ich mir, was ich gezeichnet habe, und blättre und sehe, was ich vor Tagen zeichnete.
Da ist ein altes, nacktes, schwammiges Weib, unsagbar häßlich, neulich mal im Anfall einer bösen Laune hingekritzelt. Ich betrachte es mit lustig gekniffenen Augen und summe allerlei Übermut.
Die Sonne liegt grell auf dem Papier und läßt, wenn ich etwas von der Seite drauf niedersehe, die Konturen in leisen Irisfarben schillern. Ein Käferchen knistert drüber weg, macht halt, biegt seine Fühlerchen, putzt sich den Hinterleib und trippelt weiter. Weiße, gekrümmte Blütenblättchen treibt ein Lufthauch von dem Weißdorn über mir herab. Sie liegen blendend silberhell auf dem Papier wie auf mattem Goldgrund.
Der alte, gute, regenbogenschillernde Fettwanst.
Sachte, sachte, mit viel Sorgfalt bringe ich ihm jetzt zwei zarte Elfenflügelchen an den Schulterwampen an. Die Sonnenstrahlen tuschen sie mit Farben meinem Stifte nach.
Auch sie gut! – Alles, alles gut!
Und ich blättre weiter.
Da ist ein Geck. Mit einem winzigen Hütchen, weitem Jackett und Sackhosen.