Wie unbändig schön!
Auch er bekommt die beiden Flügelchen.
Und hier ein Betrunkener. Sein Taumeln ist ein Tanz, ein schöner Rhythmus.
Hier ist ein Weib, das ich bei einer Haustür kauern sah. Zerlumpt, vergrämt, stumpf, schmutzig.
Die Arme!
Ein mächtiges Mitleid überkommt mich.
Aber ich lache und weiß, irgendwie wirkt es in die Ferne und tröstet sie und macht sie lachen. Ihr Abbild aber hier, das ist nun schön, so schön wie die strahlendste Schönheit, die je gebildet wurde, die je in Fleisch und Bein einhergewandelt ist.
Und hier ist eine Dirne gezeichnet, wie sie mit schwankendem, hüftenschaukelndem Gang, in Nacht und Wetter, an flackernden Laternen vorbei, sich an den dunklen Häusern entlang drückt. Sie wird gescholten und mißachtet. Aber einmal, als ich bei ihr war oben in ihrer armen Spelunke, als ich sie in hingegebener, mitleidiger Liebe küssen konnte, da wurde ihr müdes stumpfes Herz lebendig und blühte mir entgegen wie ein schöner Frühling. Und in dieser Erinnerung nun ist sie mir so rein und adlig wie die reinste Jungfrau und blüht in Schönheit und Würde …
O überall, überall seh ich heimlich eine schöne, verjüngte Friedenswelt. Und ein Nahen spür ich, ein Nahen …