Und ich bin traurig, traurig …
Eingezwängt bin ich in zehn »Du sollst!«; in hundert, in tausend »Du sollst!« …
Traurig bin ich, traurig, traurig …
Und aus dem weiten, schwülen Brüten kommt ein Brüllen, ein langgedehntes, schmerzliches Brüllen.
Eine Kuh drüben bei den Erlen.
Bis an ihren weißen Bauch steht sie in dem hohen, schimmernden Gras. Sie hat den breiten Hals starr vorgereckt, und wie geängstigt stieren ihre großen, dunklen Augen.
Ich bin zusammengefahren.
Wie ein Sehnsuchtsschrei, irgendwoher, aus einem niederen, zwängenden, dumpfen Leid.
Und die weite Schwüle nimmt mich hin, umspinnt mich, umspinnt mich dicht mit einem trüben, dumpfen Brüten, mit einem tiefen, tiefen Grauen.