Suchen, haben und verlieren, und wieder suchen, halten und verlieren. Immer wieder und wieder und immer von neuem.

Das ist das Leben. Das ist alles Schicksal, und aus diesem einen werden alle Leiden und Lieder.


Eine Musik hör ich, nah und fern. Einen einzigen millionenstimmigen Akkord: das ist das Lied der Kraft. Das ist die Kraft.

Wer versteht es? Wer kann es widertönen lassen aus einer reinen, unverzagten Seele?

Ich will nichts als liegen und lauschen und immer lauschen, und lauschen und stammeln wie ein Kind, hingegeben in Ehrfurcht, in Lust und Jubel, in Schreck, in Furcht und Grauen und mit kindlichem Vertrauen wiederkehren und immer, immer wiederkehren …


Ich sehe in den Kelch einer Winde, in den flachen, süß duftenden Kelch einer Winde hinein. Und wie ich ihn betrachte, blicke ich mit weiten, wild erschauernden Augen in einen Abgrund der Erkenntnis.

Es ist eine einzige, große, unendliche Ruhe und Einheit, die sich durch die unermeßlichen Stufen des Lebendigen sucht und verliert, ewig sucht und ewig verliert und doch sich ewig hat in der Liebe und als Liebe.