Leben! Urbeginn!
Hinauf, hinauf mit sehnendem, allmächtigem Drange in Milliarden von verschlungenen Lebenswellen, die ansteigen und verrinnen, und mit immer neu verjüngter Inbrunst mächtiger und mächtiger dem Licht entgegen, dem Licht …
Es faltete sich auseinander in die Unendlichkeit der Formen und Farben, in immer mächtiger, sehnender kreisenden Schwingungen, durch die Weltenalter und Zeitmillionen unbegreiflichen und ungeahnten Klarheiten entgegen, im Auf und Nieder, im Hin und Wieder, im Werden und Vergehen …
Es wurde zu gewaltigen, ungeheuren Körpern und brüllte und jauchzte seine Inbrunst dem Unbekannten zu, suchend, suchend, suchend, und streckte sich, sich selbst zum Untergang und Leid, mit neuen, immer neuen, immer sehnenderen Sinnen dem Unbegreiflichen entgegen. Und es bebte hinein in den dunklen Kreislauf der Kraft mit dem Worte des Menschen, dem armen zitternden, eben erwachenden …
Das Wort aber, das erwachende, erstarkende Wort zwang das Verstreute zusammen, daß es geeint sich in die Mannigfaltigkeit unzähliger neuer Triebe und Kräfte spalte.
Ich träume und träume, und tief, tief lausche ich in mich hinein. Wie ein heimliches, staunendes Lauschen ist es in mir, wie ein stille treibendes, keimendes, aufblühendes Werden hellerer Augen, als die sich aus dem blöden Farbfleck jenes Urtiers entwickelten.
Nur noch eine dünne, dünne Scheide zwischen uns und einer neu erweiterten Welt neuer Wunder. Entgegen, entgegen der Klarheit hellerer Sinne …
Frühling! Frühling! Ewiger Frühling! Licht, das sich entflammt, hinein, hinein in ewig weichendes Dunkel!
Hier, hier, in mir, dort, irgendwo krümmt es sich in süßer, banger Werdequal in nun schlechter Hülle neuen Wundern neuer Offenbarungen entgegen.