Und alle das eine: Du, und das Lied von dir.
Und so ist sein Text:
Die Sonne und alle Gestirne: dein Blick. Strahlend, leuchtend, sehnend, hellachend, freundlich, klar, mild, schelmisch verhüllt. Und die Blumen: der Duft deines Körpers. Die ganze, weite Erde: das ist dein Leib. Und das goldige Lebenslicht über den Breiten ist die Wärme deines Leibes, und die milde Luft, weiches Moos und Gras sind seine schmeichelnde, süße Weichheit. Graswogen und alle die vielen, vielen, unendlichen Bewegungen: so gehst du, und so ist das Wogen und Wiegen deiner Glieder. Und wie es singt und flötet und zwitschert und jauchzt: das ist deine Stimme.
Überall, überall bist du und nur du, und nichts ist ohne dich und nichts außer dir. Alles ist dein Bild und dein Gleichnis.
Du bist das liebe Mädel, das mich neulich erfreute. Du bist heute blond, morgen schwarz, übermorgen braun, bist Mann und Weib, Kind und Tier, alles, alles …
Wie könnt ich deiner jemals überdrüssig werden? Immer und immer wechselst du und erfreust mit tausend wechselnden Gestalten mein liebes, veränderliches Herz.
Und du, du bist in Lust und Pein das drängende, treibende, nimmerrastende Leben hier hinter dieser dünnen Grenze meines Körpers, die nur ein neckender, spielender Schein ist zwischen mir und dir.
Das sind die Lieder, die alten, uralten, immer neuen Lieder, das eine, einzige, das Lied von dir …