Jetzt will ich. Und will ein Prophet sein, ein Seher.

Die Blumen blühen, die Bäume rauschen, die Wasser plätschern, die Vögel singen, und der Himmel blaut mir durch die weite, reifende Mittagsstille Offenbarungen, und das endlose Beieinander und Ineinander aller Wesen leuchtet mir eine Offenbarung.

Ich stammle Verheißungen, die sich erfüllen: jetzt, morgen, in hundert, in tausend oder in hunderttausend Jahren, hier, dort, irgendwo; die Wirklichkeit sind und sich erfüllt haben, jetzt, gestern, vor hundert, vor tausend oder hunderttausend Jahren, hier, dort, irgendwo …

Alles, alles ist eine einzige, große, fröhliche Einheit und alles Lebendige eine einzige große Familie.

Der andre? Die andre? Ist es nicht immer derselbe und ist es nicht immer dieselbe? Jeder für jeden, alle für alle, alles für alle und alles?

Trug ist Leid und Haß, Trug ist Trennung und Selbstqual, und Lüge ist die ewige Vernichtung, ein neckisches Spiel zuhöchst, ein bunter Traum der einen unendlichen Ruhe, die alles ist und in der alles beschlossen ist …


Dort drüben, im fernen, weißen Sonnendunst, breitet sich das Dorf.

Hinter breit gewipfelten, dunkelgrünen Linden hervor verschimmert die Kirchturmhaube mit ihrem hellblauen Schiefer spitz und gleißend in den gleißenden Himmel. Langgedehnt das rote Kirchdach, und die braunen Dächer lugen mit Giebelputz und Storchnestern aus weißen Blütenwolken.