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Wie eigen mir nur ist! –

Der viele, viele Sonnenschein den ganzen Tag über; das Tollen, Lachen und Jauchzen, die weiten, hellen Wiesen und kühlen Schatten; die weißen Wölkchen am blauen Himmel hingeflockt; am Abend der Mond hoch oben am weiten Himmel, der seine weißen Lichter auf die stillen Wege legte; der endlose Abschied am Gartentor, bis sie dann aus meinen Armen war und weiß in den dunklen Hausflur hinein; und dann der Heimweg: ihre Wärme noch an meiner Brust, an meinem Halse, an meinem Gesicht, all die selbstvergessene Lust: ich muß es wohl noch im Blute haben …

Das muß es wohl sein.

Weit drüben, dort über der schwarzen Linde, die den mondhellen Dachfirst überragt, im silbergrünen Nachthimmel flimmert ein Sternchen.

Ihr Haus …

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Vanitas! Vanitatum vanitas!

Leise, leise klingt es in mein Ohr, anklagend, der Schmerzensruf vieler Tausende, meiner selbst. Aber fernher, ganz von fern. Verzitternd in dem milden, lichten Frieden. [pg 59] Ich muß lächeln in meinem großen Glück, daß mir diese Tage beschieden sind und diese Nächte.

Vanitas! Vanitatum vanitas!