Und sie lockt mich in Gedanken hinein, unruhig, rastlos, schweifend wie der Wind, der herrast aus den grauen Nebeln.
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[pg 86] Es ist nichts weiter. Nur, daß es einen durchschauert, wie man nirgends seßhaft werden kann mit beruhigtem, dankbarem Herzen. Nirgends. –
Weiter nichts. Nur, daß das hier alles um mich her so stumm, so wortlos wird, mir nichts, nichts mehr mitteilen kann.
Nein! Gewiß nicht: es ist kein Wunder! So ein enges, kleines, schmutziges Nest mit seinem vorsündflutlichen Menschenvolk!
Und doch: wie viel ist es mir gewesen mit seiner tagefernen Abgeschlossenheit! Diese dumme, kränkliche Schwäche, daß es einen drückt, wenn man nicht dankbar sein kann mit fester, steter, stillwurzelnder Neigung, daß man an sich zweifelt, weil es einem nirgends rechten Frieden gönnt, weil einen heute engt, was einem gestern noch alles war. –
Ach, ich glaube, es ist immer noch dieser alte, romantische, törichte Trieb in die Ferne.
So suchen wir nach Göttern und Bestimmungen; so verwüsten wir die Welt mit Bedeutungen und Symbolen. So basteln wir am Leben herum und bauen uns Häuser in der Zukunft, in denen wir’s uns mit unsern Wünschen und Wollungen wohl sein lassen!
Wind, Wind, alles Wind und eitel! –
Als ob es im Grunde jemals besser werden könnte!…