Diese erfolgte zunächst dergestalt, daß die Umlaufsintensität – wir fassen vorderhand die Mondsphäre und die Ausbildung des Mondes ins Auge – die Atommassen der Sphäre mehr und mehr zusammenzog und nach einer Stelle der Sphäre hin zu einem zunächst amorphen, lockeren aber zusammenhängenden Nebel zusammendrängte. Das ist ein Prozeß, der in allen kosmischen Sphären und Zonen im wesentlichen der gleiche ist! Je mehr nun aber diese Zusammendrängung vor sich schritt, um so mehr suchten ihr die Atome, die an und für sich die Tendenz haben, ihren jetzt so überaus großen Spielraum zu freiester individueller Bewegung auszunützen, eine Repulsion entgegen! Da indessen die kontraktive Umlaufsintensität der Sphäre – die in diesem Falle überdies noch eine ganz besonders kräftige ist! – die Oberhand hat und behält, so wird der Nebel immer dichter zusammengedrängt; der jetzt vorhandene Wechselrhythmus einer Kontraktion von außen und einer Repulsion von innen aber muß zu einer immer stärkeren Verdickung und Zusammenpressung der Substanz in der Mitte des Nebels führen. Dadurch gewinnt die Repulsion aber erst ihre ganze Kraft und Stetigkeit, und so geschieht es, daß der Nebel die regelmäßige Gestaltung einer Linse annimmt! –
Doch die zentrale Verdickung – es kann übrigens nicht anders sein, als daß angesichts des Kontraktions- und Repulsionsrhythmus ihre Gestalt eine zunächst sehr ausgeprägt elliptische ist! – nimmt immer mehr zu, rundet sich immer mehr und gewinnt an Kraft und Dichte. So kommt es, daß jetzt innerhalb ihres Umfanges analoge elementare Differenzierungen möglich werden, wie im Umfang des Zentralkörpers; wenn auch bedeutend weniger komplizierte und feine, da ja doch der ganze Ausbildungsprozeß hier ein so bedeutend anderer ist, und da im Zentralkörper auch keinerlei Repulsion der Atome stören kann!
Weiter aber muß, je mehr die mittlere Verdickung Kugelform annimmt, infolge auch des immer kräftiger werdenden kontraktiv-repulsiven Rhythmus, die Linsenform des Nebels in eine Spindelform übergehen! Die beiden langen, schmalen Spindelenden werden dann aber von der Umlaufsintensität der Sphäre wieder spiralig um den Mittelkörper herumgelegt. (So, daß die Bildung des Nebels äußerlich, da sicherlich die einzelnen Windungen der Spirale durch feine Substanzübergänge miteinander verbunden sein werden, wieder die Form einer Linse zu haben scheint). Da nun in dem Falle, den wir hier im Auge haben, die Umlaufsintensität noch eine sehr kräftige ist, so geschieht es, daß die Spiralwindungen der Spindelenden noch ganz sich mit dem Mittelkörper vereinen und von ihm absorbiert werden. So ist der Mond zustandegekommen. Die weiterwirkende Intensität seiner Umlaufssphäre vermochte ihn, den einstmals sehr intensiv feurigen – unbedingt muß er noch feuriger gewesen sein, als es heute noch die Sonne ist! – noch sehr scharf zu härten, obgleich die Mondoberfläche sicherlich nicht so hart sein kann, wie die der Erde, des kosmischen Zentralkörpers!
Die Entstehung der Körper und Systeme ist in allem kosmischen Bereich notwendigerweise im wesentlichen die gleiche wie die, die wir soeben beschrieben und festgestellt haben; indessen ereignen sich, je mehr nach der kosmischen Peripherie hin, begreiflicherweise um so mehr Modifikationen! Das erweist sich bereits an der Sonne und ihrer Entstehung.
Die Intensität der Sonnensphäre ist wieder eine schwächere als die der Mondsphäre; außerdem ist sie räumlich weit ausgedehnter. Also wurde eine ganz besonders große Menge von Atomenmassen zusammengetrieben. Die Ausbildung des Nebels erfolgte genau wie die des Mondnebels. Doch bereits mit dem Unterschiede, daß der kontraktiv-repulsive Rhythmus nicht alle Substanz zu einem Körper zusammenzuziehen vermochte! Sondern es konnten sich in den Spiralwindungen der Spindel zwei Nebenzentren – Venus und Merkur – selbständig ausbilden. Und nicht genug damit, vermochte die Sonne – die übrigens auch ihrerseits noch nicht völlig kontrahiert ist! – den übrigen Rest des Nebels nicht ganz sich anzugliedern. Er besteht noch heute in der Gestalt des Zodiakallichtes mit seinem Gegenscheinring. Die Struktur des Zodiakallichtes läßt noch hinreichend deutlich die Spiralen der beiden Spindelenden erkennen. Die sogenannte »Korona« aber ist der Teil des Nebels, mit dem er in den eigentlichen Sonnenkörper übergeht. Was sich kennzeichnet durch die der Korona dem Zodiakallicht gegenüber eignende größere Dichtigkeit und intensivere Leuchtkraft!
Je mehr nun nach der kosmischen Peripherie hin, um so mehr müssen begreiflicherweise die Mittelkörper an Kraft verlieren, sich alle ihre Substanz – die übrigens immer leichter und kühler wird! – einzugliedern. Es nimmt also die Ausbildung der Nebenzentren immer mehr überhand. So hat z. B. Jupiter bereits 8 Trabanten, Saturn, vom Ring abgesehen, gar zehn. Außerdem konnten sich selbständig die so außerordentlich zahlreichen Planetoiden bilden, die je weiter gegen Neptun hinauf immer zahlreicher werden!
Aber wir können hier auf das alles leider nicht weiter eingehen, weil der sonstige Inhalt dieser Arbeit das verbietet.
Vergegenwärtigen wir uns übrigens, was wir gewonnen haben!