Offenbar, da nach Maßgabe der Entwicklungstatsache und der einer einheitlichen zentralen Kraft und Polarität unsere Deduktion der kosmischen Entwicklung vom Urzustand ∞ aus in einer unantastbar streng geschlossenen Logik steht, endlich eine endgültig exakte kosmogonische Anschauung!

Und zwar eine, die schlechterdings keinen einzigen ihrer Bestandteile mehr unerklärt läßt!

Wir verstehen jetzt vollständig den kosmischen Zentralkörper; und außerdem verstehen wir das Zustandekommen der Untersysteme bis ins geringste hinein! Es bleibt hier auch keine fingerbreite Lücke mehr! Wir haben das Zustandekommen der Mittelkörper sowohl wie der Trabanten vollständig verstanden und restlos erklärt! Auch der Umlauf der Trabanten ist restlos erklärt! Wir verstehen sofort, daß er in der Mechanik der Bewegung erfolgt, mit welcher die kontraktive Wirkung der jeweiligen sphärischen Umlaufsintensität die Spindelenden um den Mittelkörper herum legte; und wir verstehen, daß der Umlauf in Gang gehalten wird durch die weitere Andauer der sphärischen Umlaufsintensität; während die vom Mittelkörper her erfolgende Repulsion die Trabanten in Distanze, d. h. die sphärische Kontraktion in Schach hält. (Übrigens setzen auch die Trabanten begreiflicherweise der sphärischen Kontraktion eine Repulsion entgegen!)

Aber noch eins verdient hier Erwähnung! Daß nämlich erstlich das Newtonsche Gravitationsgesetz auf die kosmischen Körper, mit einziger Ausnahme des Zentralkörpers, keine Anwendung mehr finden kann! Es eignet den Körpern ja lediglich eine Repulsionskraft, da ihre Atome durchaus die Tendenz behalten, frei zu schweifen. Man könnte höchstens von einer von außen, von der sphärischen Umlaufsintensität her erfolgenden Gravitation sprechen. – Dagegen besitzt der Zentralkörper, die Erde, allerdings eine Gravitation. Wenn aber die Erscheinung der Gravitation bisher bekanntermaßen wohl beschrieben, aber noch niemals erklärt werden konnte, so sind wir sofort in der Lage jetzt diese Erklärung zu leisten. Nämlich von der Rotation des Zentralkörpers und ihrer gewaltigen kontraktiven Intensität aus!

Zweitens aber kann kein einziger kosmischer Körper außer dem Zentralkörper, der Erde, eine Achsenrotation haben. Wir verstehen: der beständige Wechsel von Repulsion und Kontraktion kann eine solche nicht aufkommen lassen. Es ist denn auch kennzeichnend, daß die Körper mit mehr oder weniger fester Oberfläche, außer der Erde, deren Ausnahme wir verstanden und erklärt haben, daß Mond, Venus und Merkur bekanntlich eine Achsenrotation nicht nachgesagt werden konnte, während alle Körper mit beweglicher Oberfläche eine haben sollen oder zu haben scheinen. Zwar scheint auch Mars eine zu haben. Aber man weiß heute, daß auch Mars eine bewegliche Oberfläche hat; wenn sie auch bereits einen milder feurig geronnenen und in diesem Sinn leicht konsistenten Zustand besitzt. Die große und beständige Veränderlichkeit der sogenannten »Kanäle« weist deutlich genug darauf hin! Da wir sie im wesentlichen als Brüche zwischen den einzelnen Flecken anzusehen haben werden, an den Flecken als solchen aber so gut wie keine besonders starke Deformierung wahrzunehmen ist, so ist dennoch an ihren Bruchstellen, den so sehr wechselnden und sich verschiebenden, zu erkennen, daß die Marsflecke tatsächlich veränderlich, beweglich und stark verschiebbar sind. Also bedeuten auch die etwas über 24 Stunden, in denen die Marsoberfläche umläuft, keine Achsenrotation, sondern ebensogut, wie bei Jupiter, Saturn usw. nur einen regelmäßigen Umlauf der Oberfläche; der hier so viel langsamer ist, als bei den andern »oberen Planeten« aus dem Grunde, weil die Marsoberfläche, die dichtere, einem gewissen Andruck, den die Körper von Ost, ihrer Umlaufsrichtung her empfangen, einen besseren Widerstand entgegensetzt, als die Oberflächen der andern, viel undichteren Körper! – Es ist übrigens mit wirklicher Sicherheit bis jetzt noch an keinem einzigen kosmischen Körper außer der Erde eine Achsenrotation nachgewiesen worden!

Auf alle weiteren kosmischen Angelegenheiten kann ich mich hier, wie schon gesagt, nicht einlassen. Nur soviel sei noch hervorgehoben, daß je weiter nach der kosmischen Peripherie hin die Körper immer leichter werden; daß also die Existenz von harten oder festen Körpern in jenen Umlaufsregionen vollständig ausgeschlossen sein muß! Nur die dem Zentralkörper nächsten sind, aus Gründen, die wir bereits verstanden haben, mehr oder weniger fest und hart. Mond, der also nicht im bisherigen Sinne ein Trabant der Erde ist, nächst der Erde am härtesten, weniger fest als er Venus, weniger fest als Venus Merkur, die Sonne in ihrem Innern zähglühend, Mars wieder weniger dicht als die Sonne und ungleich minder feurig usw. Daß die Sonne größer als der Mond ist – indessen auch nicht im entferntesten so groß, als die kopernikanische Astronomie dies annimmt! – liegt daran, daß sie noch lange nicht hinreichend genug kontrahiert ist. Ausgeschlossen ist ferner die Möglichkeit irgend welcher Parallaxensrechnung! Und ferner sind die periodischen planetarischen Rückläufigkeiten, wie sich von selbst verstehen muß, nicht scheinbar, wie die kopernikanische Astronomie annimmt, sondern tatsächlich sich vollziehende! Sie werden verursacht durch Rucke der in direkte Einwirkung tretenden Rotationskraft des Zentralkörpers, der Erde; nämlich dann, wenn die Sonne ihren Oppositionsbogen zu dem betreffenden Planeten beschreibt! Sobald sie in ihren Konjunktionsbogen eintritt, irritiert sie die Einwirkung der zentralen, kontrahierenden Rotation, treibt den Planeten und seine Sphäre wieder von der Erde ab und bringt ihn wieder in rechtläufige Bewegung. (Die tatsächliche Rückläufigkeit der Planeten muß übrigens, was eigentlich kaum besonders betont zu werden braucht, eine Achsenrotation derselben auch ihrerseits vollständig ausschließen und unmöglich machen!)


Alle diese astronomisch-kosmogonischen Ausführungen müssen nun, um zu unserem hauptsächlichsten Zusammenhang zurückzukehren, durchaus die bedenkliche Krise, in welche die exakte Wissenschaft heute geraten ist dadurch, daß sie an den beiden Tatsachen der Entwicklung und der Einheit der Kraft wieder irre werden konnte, vollständig lösen! Und das bedeutet, daß nicht nur die Astronomie, sondern auch alle übrigen wissenschaftlichen Disziplinen sich endlich wirklich exakt und endgültig ausbauen können! Biologie, Physiologie, Chemie, Geologie, Geographie und wie sie sonst heißen mögen.

Zugleich aber ist die Wissenschaft jetzt, wo sie aus der Schwebe der Hypothese heraus ist, endlich auch wirklich imstande, ihrerseits zur endgültigen Lösung der noch ungleich bedenklicheren gegenwärtigen religiösen Krise beizutragen! Und zwar damit, daß sie die Grundprämisse und Grundtatsache aller Religion jetzt erst, nicht etwa auch nur im geringsten aufhebt, sondern mit allersichersten und exaktesten Ausmachungen erst recht stützt und bestätigt und sie zugleich zu ihrer höchsten formalen Vollendung bringt! Fassen wir den Umfang dieser Bestätigung, was sicher von größter Wichtigkeit ist, jetzt etwas näher ins Auge.