„Nach der Pforte des Himmels,“ antwortete er.
„Siehst du?“ sagte Christ, „habe ich es dir nicht gesagt? Nun wissen wir doch, daß wir auf dem rechten Weg sind.“
Nun folgten sie ihrem Führer; aber die Nacht überfiel sie, und es wurde so finster, daß sie ihn nicht mehr sehen konnten. Zu ihrem Entsetzen hörten sie ihn bald darauf in eine tiefe Grube hinabstürzen, in der er elendiglich umkam. Der Fürst dieses Landes hatte die Grube machen lassen, um all die ruhmredigen Narren hier zu Fall zu bringen. Christ und sein Gefährte riefen, erhielten aber nichts zur Antwort als das Ächzen des Sterbenden.
„Ach, wo sind wir hingeraten?“ klagte Hoffnungsvoll, und Christ wußte vor Scham nichts zu erwidern. Indes hatte sich ein furchtbares Wetter zusammengezogen, das sich Donner und Blitz und Regengüssen über die Pilgrime entlud.
„Ach,“ seufzte Hoffnungsvoll, „daß ich auf meinem Weg geblieben wäre!“
„Wer konnte denken,“ sagte Christ, „daß dieser Weg uns irreführen würde?“
„Mir wollte er von Anfang nicht gefallen,“ erwiderte Hoffnungsvoll, „wie ich dir auch bemerklich machte. Jedoch wollte ich dir nicht widerstehen, denn du bist älter als ich.“
Christ. O lieber Bruder, zürne mir nicht! Es ist mir sehr leid, daß ich dich vom Weg ab in eine so große Gefahr geführt habe. Vergib mir, ich hatte nichts Böses im Sinn.
Hoffnungsvoll. Sei ruhig, lieber Bruder, ich vergebe dir, und ich glaube, es soll uns noch zum Besten dienen.
Christ. Du bist barmherzig; aber wir dürfen hier nicht stehenbleiben; wir wollen versuchen zurückzugehen.